Business-Laptop Ratgeber

Egal ob man viel unterwegs arbeitet oder den Laptop vom Arbeitsplatz zum nächsten Meeting trägt, Business-Laptops vereinen Features, die für den Büroalltag notwendig sind. Das beginnt bei den kompakten Maßen und einem möglichst geringen Gewicht. Nur wenige möchten einen zwei bis drei Kilo schweren 17-Zoll-Laptop durch die Gegend schleppen, weshalb bei Business-Laptops in der Regel eine 13 bis maximal 15 Zoll große Bilddiagonale beliebt und meistens keine dedizierte Grafikkarte verbaut ist (Ausnahme: mobile Workstations für aufwendige 3D- oder Bild-/Video-Software).

Das Gerät muss trotz niedrigen Gewichts gut verarbeitet und widerstandsfähig gebaut sein, um den Dauereinsatz zu überstehen. Dazu gehört nicht nur ein stabiles Gehäuse, sondern auch eine überdurchschnittliche Tastatur für Vielschreibende sowie ein gutes Touchpad. Je nach Anwendungsfall sind die Anforderungen an die Anschlussmöglichkeiten unterschiedlich. Einige Business-Laptops bieten eine Anschlussvielfalt, um für alles gewappnet zu sein. Andere wiederum verfügen zugunsten der Mobilität nur über die wichtigsten Ports, wie beispielsweise einen Thunderbolt-Anschluss, der Bild-, Daten- und Stromübertragung bündelt. Zudem entfällt das Kabelwirrwarr dank USB-C-Monitor; dieser dient dann als Anschluss-Hub und Docking-Station für Peripheriegeräte.

In diesem Ratgeber haben wir einige der besten Business-Laptops aus verschiedenen Preiskategorien zusammengefasst und stellen diese genauer vor. Im Anschluss widmen wir uns einigen der wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Preis-Leistungs-Tipp: Lenovo ThinkPad E14 Gen4 (ca. 1100 Euro)

Auch wenn das Thinkpad E14 Gen4 nicht zu den Premium-Reihen von Lenovo zählt, so finden sich dort für den Business-Alltag wichtige Features und sogar eine besser bedienbare Tastatur als bei den teureren T- oder X-Modellen. Im Vergleich zu früheren Einstiegsgeräten hat Lenovo stark nachgebessert und bei der aktuellen Generation einige Funktionen nachgereicht. Neben einer zweistufigen Tastaturbeleuchtung und einer Webcam mit integrierter Abdeckung ist ein Fingerabdrucksensor im Power-Button integriert.

Größte Schwäche ist das 14-Zoll große matte Display, das durchaus brauchbar ist, aber ein bisschen heller sein sowie eine höhere Farbraumabdeckung aufweisen dürfte. Als Prozessor dient ein Intel-Chip der 12th Gen. Im vorgestellten Modell ist das der Core i7-1255U, der in Sachen Leistung im Bürobetrieb kaum etwas bemängeln lässt. Neben zwei USB-A-Ports (2.0 & 3.2 Gen1) sind auch ein HDMI-1.4b-Port, ein 3,5-mm-Klinkenanschluss und ein USB-C-Anschluss (3.2 Gen1) verbaut. Letzterer unterstützt Thunderbolt, DisplayPort sowie Power Delivery und fungiert damit auch als Anschluss für das Netzteil. Das Lenovo ThinkPad E14 Gen4 hat ein tolles Preis-Leistungsverhältnis, ist mit 1,65 Kilogramm nicht allzu schwer und in abgespeckten Konfigurationen auch schon ab ca. 1000 Euro erhältlich.

Budget-Lösung: Asus ExpertBook B1 B1500 (ab 800 Euro)

Wer auf der Suche nach einem Business-Laptop für unter 1000 Euro ist, findet im Asus ExpertBook B1 B1500 ein preiswertes und solides Gerät. Trotz des großen 15,6-Zoll-Bildschirms ist das Notebook recht kompakt, mit 1,7 Kilogramm zwar an der oberen Gewichtsgrenze, aber durchaus noch gut für unterwegs geeignet. Wer viel mit Zahlen arbeitet, wird sich vor allem über den Nummernblock freuen, der auf der gut zu bedienenden Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung Platz findet. Das Display ist mit rund 300 Nits eher durchschnittlich. Immerhin ist es matt und eignet sich dadurch auch für unterwegs. Die Farbraumabdeckung ist allerdings unterdurchschnittlich, weshalb sich das ExpertBook nicht allzu gut für Bild- und Videobearbeitung eignet.

Hervorzuheben ist dagegen die Anschlussvielfalt: Neben HDMI, Thunderbolt 4, 2x USB-A 3.2, 1x USB 2.0, Klinke und Kensington-Lock stehen sogar ein microSD-Kartenleser, ein VGA- sowie ein Ethernet-Port zur Verfügung. Im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Geräten bildet das ExpertBook mit dem i5-1135G7-Prozessor von Intel trotz 16 GByte Arbeitsspeicher zwar das Schlusslicht, ist für weniger rechenintensive Office-Tätigkeiten oder einfache grafische Anwendungen aber durchaus gerüstet.

  • Intel Core i5-1135G7 Prozessor (bis zu 4,2 GHz), Quad-Core
  • 15,6" Full HD 16:9 Display
  • Intel Iris Xe Grafik, HDMI, 1x Thunderbolt 4, WLAN-ax, Bluetooth

Display im 3:2-Format: Huawei Matebook 14s (ab 900 Euro)

Das gut verarbeitete Aluminium-Gehäuse des Huawei Matebook 14s macht einiges her; vor allem in dieser Preisklasse. Das 3:2-Format mag zunächst etwas unüblich erscheinen, stellt sich aber vor allem beim Arbeiten als äußerst produktiv heraus, da in der Höhe mehr Platz zur Verfügung steht, was für typische Office-Arbeit von Vorteil ist. Entsprechend ist es weniger dazu geeignet, Filme oder Serien im 16:9-Format zu streamen, da schwarze Balken oben und unten zu viel Platz auf dem Display einnehmen. Die hohe Auflösung von ‎2520×1680 Pixeln wird ergänzt durch eine komfortable Touchscreen-Funktion. Für die Arbeit im Freien eignet sich das Matebook 14s allerdings nicht sonderlich gut, da das Display in der Sonne stark spiegelt und der Umstand nicht durch eine höhere Helligkeit ausgeglichen werden kann.

Die Anschlüsse beschränken sich auf 2x USB-C, HDMI 1.4b, 3,5-mm-Klinke und USB 3.2 Gen1. Abstriche muss man bei der unbefriedigenden Webcam machen. Die Leistung des Core-i7-11370H-Prozessors befindet sich im Vergleich mit ähnlichen Geräten im soliden Mittelfeld und meistert geschäftliche Aufgaben ohne Mühe. Insgesamt ein tolles Arbeitsgerät, wenn man sich von kleineren Schwächen nicht stören lässt.

Hervorragende Eingabegeräte: Razer Book 13 (ab. 1500 Euro)

Mit dem Razer Book 13 beweist Razer erneut, dass das Unternehmen nicht nur gute Gaming-Hardware mit bunter Beleuchtung, sondern auch dezente Designs für den Bürogebrauch produzieren kann. Das silberne Alu-Gehäuse ist hochwertig verarbeitet, wiegt mit 1,4 Kilogramm zwar etwas mehr als vergleichbare 13-Zoll-Notebooks, ist aber trotzdem kompakt und äußerst mobil. Unterwegs könnte das spiegelnde Display etwas stören. Aufgrund der sehr hohen Helligkeit von über 500 Nits ist das Arbeiten unter freiem Himmel aber trotzdem möglich.

Vor allem die hervorragende Tastatur und das einwandfreie Trackpad machen aus dem Razer Book 13 ein tolles Arbeitsgerät, wenngleich die Tastenbeleuchtung nicht perfekt gleichmäßig ist. Die Leistung des Intel-Tiger-Lake-Prozessors i7-1165G7 in Kombination mit 16 GByte RAM kann bei einer Laufzeit von acht bis zwölf Stunden absolut überzeugen. Dank der guten Lüftersteuerung ist das Notebook auch im Leistungsmodus nicht allzu laut. Der Arbeitsspeicher ist leider nicht erweiterbar, reicht aber für typische Office-Anwendungen sowie das Bearbeiten großer Bilder ohnehin vollkommen aus.

  • 13,4 Zoll 60 Hz Full HD Touch-Display
  • Intel Evo Core i7 11th Gen
  • Iris Xe Grafik, 512 GB SSD

Wenn Geld keine Rolle spielt: MacBook Pro 14 (ab 1900 Euro)

Das MacBook Pro 14 ist eine ordentliche, finanzielle Investition. Dafür erhält man aber auch einen Laptop, der nur wenige Nachteile aufweist. Wie von Apple gewohnt, verfügt auch das aktuelle MacBook Pro über ein top verarbeitetes, stabiles Gehäuse aus Aluminium und bringt 1,6 Kilogramm auf die Wage. Das 14,2 Zoll große HDR-Display bietet ein brillantes Bild mit hoher Helligkeit und tollen Farben. Der M1-Pro-Prozessor des Einstiegsmodells ist wesentlich schneller als der reguläre M1-Chip und mit acht bis zehn CPU-Kernen für alltägliche Büroarbeiten mehr als ausreichend. Wer aber auf besonders rechenintensive Anwendungen angewiesen ist, sollte direkt die leistungsfähigere Variante mit jeweils zwei zusätzlichen CPU- und GPU-Kernen in Erwägung ziehen oder auf das 16-Zoll-Modell umsteigen.

Inzwischen gibt es auch den neueren M2-Chip von Apple, der im aktuellen MacBook Air und MacBook Pro 13 verbaut ist. Dem M1 Pro ist er aber nur in Einzelkernanwendungen ein paar Prozentpunkte voraus. Im Berufsalltag überzeugen im Vergleich vor allem die Anschlüsse des Pro 14. Denn hier hat Apple nach einer Anschlussdiät wieder nachgelegt: SD-Kartenleser, drei mal Thunderbolt 4, HDMI 2.0, MagSafe 3 und 3,5-mm-Klinkenanschluss sind mit an Bord. Sofern man sich mit der „Notch“-Einkerbung am oberen Bildschirmrand anfreunden kann, ist das MacBook Pro 14 ein absolutes Top-Gerät. 

Häufige Fragen

Was ist ein Business-Laptop?

Business-Laptops sind, wie der Name bereits vermuten lässt, in erster Linie auf Büroarbeit und mobiles Arbeiten ausgelegt. Wichtig sind hier vor allem stabile und hochwertig verarbeitete Gehäuse, geringes Gewicht und eine solide Webcam für Video-Meetings. Ebenso überzeugt das Gerät durch gut zu bedienende Eingabegeräte wie Tastatur und Trackpad sowie eine starke Akkulaufzeit. Eine gute Auswahl an fortschrittlichen Anschlüssen ist ebenfalls wichtig, wie Thunderbolt oder zumindest USB-C mit Unterstützung für DisplayPort Alt Mode zur Bildübertragung und Power Delivery, um das Notebook zu laden. Je nach Einsatzgebiet sind hier die Anforderungen aber unterschiedlich und sollten vorher geprüft werden. Ein guter Prozessor mit integriertem Grafikchip sollte alle typischen Büro-Programme wie Microsoft Teams, Browser, LibreOffice oder Microsoft Office und idealerweise auch Photoshop ohne Probleme ausführen und Multitasking ermöglichen.

Eignet sich ein Business-Laptop fürs Gaming?

Prinzipiell lassen sich Spiele genauso wie andere Programme auf Business-Laptops ausführen. Da aber zumindest bei kompakten und mobilen Geräten auf eine dedizierte Grafikkarte verzichtet wird, trifft das hauptsächlich auf ältere Games oder Spiele mit niedrigen Systemvoraussetzungen zu. Verfügt der Laptop über einen guten Prozessor mit leistungsfähiger, integrierter Grafikeinheit wie den Ryzen 7 5700U, einen Intel Core i5 1165G7 oder einen 12th-Gen-Prozessor, sind sogar grafisch wenig anspruchsvolle 3D-Spiele wie Counter Strike: Global Offensive, Valorant oder DOTA 2 möglich. Das setzt aber auch eine gute Kühlung voraus, denn ohne schaltet auch die beste Hardware unter großer Hitzeentwicklung einen Gang zurück und drückt die Leistung wieder nach unten.

Wie viel kostet ein Business-Laptop?

Gute Business-Laptops ohne allzu viele Kompromisse lassen sich ab einem Preis von etwa 800 Euro finden. Unter dieser Grenze müssen etliche Abstriche gemacht werden, was Leistung, Ausstattung, Display oder Verarbeitung anbelangt, wenn man nicht zufällig gerade einen guten Deal erwischt. Geräte ab etwa 1000 Euro weisen oft ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf und können ein wichtiger und langjähriger Begleiter im Arbeitsalltag werden. Selbstverständlich steigt mit dem Preis, der nach oben wie so oft nahezu offen ist, auch die Anzahl an Features, Qualität und Leistungsreserven für Software.