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Drei Gaming-Monitore im Test: Performance muss nicht teuer sein

Im kompetitiven Gaming geht es oft um Millisekunden. Wer an einem Monitor mit langsamer Reaktionszeit und niedriger Bildrate spielt, hat einen echten Wettbewerbsnachteil. Doch auch abseits von schnellen FPS- und E-Sport-Titeln spielt die Displayqualität eine entscheidende Rolle: Flüssige Bewegungsdarstellung, geringe Eingabeverzögerung und ein scharfes Bild machen nicht nur schnelle Shooter angenehmer, sondern verbessern auch das Spielerlebnis in Open-World-Abenteuern und RPGs.

3 Gaming Monitore im Test unter 300 Euro

Neben der Performance kommt es auch auf die Bildschirmgröße an – und auch eine mögliche Krümmung des Bildschirms ist ein Aspekt, den Gamer vor dem Kauf nicht vernachlässigen sollten. Auf welche Kriterien es bei der Suche nach einem geeigneten Gaming-Monitor sonst noch ankommt, erklären wir im unteren Teil unseres Ratgebers. Im folgenden Hauptteil stellen wir drei unterschiedliche Gaming-Monitore vor, die wir in einem umfassenden Test genau unter die Lupe genommen haben – darunter ein kompakter 24,5-Zoller, ein mittelgroßer 27-Zoll-Monitor und ein großer 34-Zoll-Bildschirm mit starker Krümmung. Alle drei Modelle zeichnen sich nicht nur durch hohe Performance aus, sondern auch durch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Hier dürfte für die meisten Anforderungen ein geeignetes Modell zu finden sein. 

Samsung Odyssey G5: die beste Wahl für maximale Immersion

Der Samsung Odyssey G5 ist ein großer 34-Zoll-Curved-Gaming-Monitor mit starker Bildschirmkrümmung. Performance-technisch lässt der G5 kaum Wünsche offen, womit er auch für kompetitive Gamer eine gute Wahl ist. Abstriche macht Samsung bei der Farbpracht und dem allgemeinen Nutzungskomfort. 

Samsung Gaming Monitor G5 C34G55TWWP, 34 Zoll, VA-Panel, UWQHD-Auflösung, AMD FreeSync Premium, Krümmung 1000R, Bildwiederholrate 165 Hz, Reaktionszeit 1 ms (MPRT), schwarz-1

Samsung Gaming Monitor Odyssey G5 C34G55TWWP

Vorteile
  • Großes 34-Zoll-Display mit starker Krümmung
  • Gaming-erprobtes VA-Panel
  • Mit FreeSync-Premium
Nachteile
  • Etwas wackeliger Standfuß
  • Nicht höhenverstellbar oder schwenkbar
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Design und Verarbeitung

Der Odyssey G5 kommt in einem komplett in Schwarz gehaltenen Design daher. Mit seinem filigranen Standfuß und den zwei Ausläufern am unteren Bildschirmrand macht er einen modernen Eindruck, mit dem er sich gut in aktuelle Gaming-Setups einfügen dürfte. Die Verarbeitungsqualität ist gut, aber nicht ganz perfekt. Der verarbeitete Kunststoff fühlt sich zwar ordentlich an, jedoch sitzt die Blende an der Rückseite nicht ganz passgenau und der Standfuß ist etwas wackelig.

Anschlüsse und Ausstattung

Im Hinblick auf die Anschlussmöglichkeiten beschränkt sich Samsung bei dem Odyssey G5 auf das Wesentliche. Der Gaming-Monitor hat einen HDMI-Anschluss (2.0), einen Displayport (1.4) und einen Kopfhöreranschluss. Ein zweiter HDMI- oder Displayport-Anschluss könnte nicht schaden. Wer neben einem Desktop-PC und einem Notebook auch eine Spielekonsole mit dem Bildschirm verbinden möchte, muss immer wieder Kabel umstecken. USB-Anschlüsse gibt es bedauerlicherweise nicht, womit das Laden von Mobilgeräten oder die Nutzung als USB-Hub entfällt. Auch integrierte Lautsprecher oder eine Webcam suchen Nutzer bei dem G5 vergebens.

Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

Die Bedienung des Samsung Odyssey G5 ist intuitiv und ermöglicht eine präzise Anpassung der Bilddarstellung. Über den zentralen Joystick lassen sich sämtliche Menüpunkte schnell erreichen, wobei das Hauptmenü übersichtlich in mehrere Kategorien unterteilt ist. Besonders praktisch fanden wir die Möglichkeit, zentrale Parameter wie Helligkeit, Kontrast und Eingangsverzögerung direkt im Dashboard einzusehen, ohne tief in die Einstellungen eintauchen zu müssen. Neben grundlegenden Bildparametern stehen im Game-Menü spezielle Optionen wie der Black Equalizer oder die Reduzierung des Input Lag zur Verfügung. Ebenfalls sehr nützlich fanden wir die Schnellzugriffssteuerung. Durch seitliches Antippen des Joysticks ließen sich Helligkeit, Lautstärke und die Eingangsquelle schnell anpassen. 

Was die allgemeine Benutzerfreundlichkeit angeht, ist bei dem Curved Monitor von Samsung noch etwas Luft nach oben. Die Menünavigation über den Joystick funktionierte zwar gut, die Anschlussmöglichkeiten an der Rückseite sind jedoch teilweise schwer zu erreichen – vor allem, wenn der Bildschirm mit dem Rücken zur Wand steht. Darüber hinaus ist der G5 weder höhenverstellbar noch schwenkbar. Er lässt sich lediglich um -2° bis 18° nach oben und unten neigen.

Displayqualität und Performance

Samsung setzt bei dem Odyssey G5 auf ein VA-Panel mit einer WQHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Das Kontrastverhältnis beträgt 2.500:1. Im Test überzeugte der Curved Monitor mit gestochen scharfen Darstellungen und lebendigen Farben. Schwächen gab es bei der HDR-Darstellung. Obwohl der Monitor HDR10 unterstützt, erreicht er nicht die Helligkeit und Farbraumabdeckung, die für ein authentisches HDR-Erlebnis erforderlich sind. Die maximale Helligkeit liegt bei etwa 250 cd/m². Der Monitor deckt 95,3 % des sRGB-Farbraums ab, während Adobe RGB und DCI P3 nur zu 69,0 % beziehungsweise 71,6 % abgedeckt werden. Bei der professionellen Bildbearbeitung ist das eine entscheidende Einschränkung. Im Gaming-Einsatz fällt dieser Nachteil hingegen kaum ins Gewicht.

Wenn eine flüssige Gaming-Performance im Vordergrund steht, ist der Odyssey G5 eine sehr gute Wahl. Er erreicht eine Bildfrequenz von 165 Hz und eine Reaktionszeit von 1 ms. Dank Freesync Premium und geringer Eingangsverzögerung bleibt das Gameplay auch in schnellen Szenen flüssig und reaktionsschnell. Nvidia G-Sync ist in Verbindung mit einer Geforce-Grafikkarte per Displayport nutzbar. Die starke Bildschirmkrümmung von 1.000 R sorgt dabei für eine erstaunliche Immersion. Besonders in First-Person-Spielen verstärkt die Krümmung das Mittendringefühl, indem sie das Sichtfeld erweitert und die Umgebung intensiver wirken lässt. Beim Arbeiten könnte sich die starke Bildschirmkrümmung hingegen als Nachteil erweisen, da gerade Linien verzerrt wirken und die Lesbarkeit von Texten an den Rändern beeinträchtigt werden können.

Samsung Odyssey G5 34 Zoll Gaming Monitor
Quelle: Marius Müller

Acer Nitro KG272S3: die beste Wahl für Performance-Shooter

Der Acer Nitro KG272S3 ist voll auf Performance getrimmt. Eine hohe Auflösung suchen Gamer hier vergebens. Dafür bringt der Acer-Monitor eine Bildrate von 180 Hertz, eine Reaktionszeit von einer Millisekunde sowie AMD Freesync Premium mit, womit er den Anforderungen der meisten kompetitiven Gamer gerecht werden dürfte.

Acer Nitro KG272S3 Gaming Monitor 27 Zoll (69 cm Bildschirm) Full HD, 180Hz, bis zu 0.5ms (GTG), 2xHDMI 2.0, DP 1.2, FreeSync Premium, Schwarz, ‎UM.HX2EE.301-1

Acer Nitro KG272S3 Gaming Monitor 27 Zoll

Vorteile
  • Hervorragende Gaming-Performance
  • Hervorragende Gaming-Performance
  • AMD FreeSync Premium
Nachteile
  • Nur Full-HD-Auflösung
  • Nicht höhenverstellbar oder schwenkbar
  • Keine HDR-Unterstützung
  • Geringe Helligkeit

Design und Verarbeitung

Der Acer Nitro KG272S3 präsentiert sich in einem schlichten, schwarzen Look, versprüht mit seinem spitz zulaufenden Standfuß und dem roten Verbindungsstück aber durchaus einen gewissen Gaming-Charme. Positiv hervorzuheben sind auch die schmalen Bildschirmränder, mit denen der Acer-Monitor eine gute Wahl für Set-ups mit mehreren Bildschirmen darstellt. Gehäuse und Standfuß sind komplett aus Kunststoff gefertigt. Was die Verarbeitungsqualität angeht, gab es aber nichts zu bemängeln. 

Anschlüsse und Ausstattung

Mit Blick auf die Anschlussmöglichkeiten steht der Nitro KG272S3 gut da, wenn auch nicht ganz perfekt. Der Gaming-Monitor bringt zwei HDMI-Anschlüsse und einen Displayport mit. Allerdings wurden hier mit HDMI 2.0 und Displayport 1.2 nicht die aktuellsten Versionen verbaut, was die Zukunftssicherheit und Kompatibilität mit neueren Geräten und Features einschränken kann. Weiterhin ist der Acer-Monitor mit einem 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss ausgestattet. USB-Anschlüsse zum Aufladen von Mobilgeräten oder für die Verbindung zu Peripheriegeräten stehen leider nicht zur Verfügung. 

Im Gegensatz zum Samsung Odyssey G5 und Titan Army P2510S kommt der Acer Nitro KG272S3 mit einem Feature, das im Gaming-Segment nicht selbstverständlich ist: integrierte Lautsprecher. Verbaut sind zwei Speaker mit einer Ausgangsleistung von jeweils 2 Watt. Wie wir es von internen Lautsprechern in Monitoren oder Fernsehern gewohnt sind, kommt hier kein Hi-Fi-Sound heraus. Im Gegenteil: Der Klang ist eher blechern und ohne Volumen. Wenn der Akku des Headsets leer ist oder die externen Boxen streiken, können die integrierten Speaker aber trotzdem nützlich sein.

Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

Die Steuerung des Acer Nitro KG272S3 erfolgt über einen 4-Wege-Joystick auf der Rückseite, der eine schnelle und unkomplizierte Navigation durch das On-Screen-Display ermöglicht. Das Menü ist klar strukturiert und bietet Zugriff auf zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten, von grundlegenden Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur bis hin zu Gaming-Optimierungen wie Overdrive und Freesync. Besonders angenehm ist die direkte Anzeige der Bildwiederholrate sowie die Option, den Schwarzpegel gezielt anzupassen. Die Möglichkeit, individuelle Profile zu speichern, erleichtert den Wechsel zwischen unterschiedlichen Nutzungsszenarien erheblich.

In puncto Handhabung gibt es einige Einschränkungen. Alle Anschlüsse befinden sich an der Rückseite des Monitors und sind nach unten ausgerichtet. Insbesondere bei einer wandnahen Aufstellung ist der Zugang dadurch unpraktisch. Zudem ist der Monitor lediglich neigbar und bietet keine Höhenverstellung oder Drehfunktion, was die Flexibilität der Aufstellung einschränkt. Wer großen Wert auf ergonomische Anpassungsmöglichkeiten legt, sollte daher über eine Vesa-Montage nachdenken. 

Displayqualität und Performance

Acer verbaut im Nitro KG272S3 ein VA-Panel mit einer Bildschirmdiagonale von 27 Zoll: Ein kleines Manko ist, dass sich der Hersteller hier auf die Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) beschränkt​. Im Vergleich zum Titan Army P2510S, der kleiner ist, aber trotzdem eine höhere Auflösung bietet, erschienen die Darstellungen nicht ganz so gestochen scharf. Was die Farbwiedergabe angeht, konnte der Gaming-Monitor von Acer aber punkten. Farben wirken naturgetreu, kräftig und kontrastreich, was auch wenig verwunderlich ist. Immerhin gibt Acer die Farbraumabdeckung Adobe-RGB-Farbraum mit 99 Prozent an. Die Helligkeit des Monitors liegt bei 250 cd/m², was für den Einsatz in den meisten Umgebungen ausreicht, in hellen Umgebungen aber einen Nachteil darstellt. Am besten kommt das Bild jedoch in einem abgedunkelten Gaming-Zimmer zur Geltung. HDR-Unterstützung für eine verbesserte Darstellung von Helligkeit und Kontrasten ist allerdings nicht an Bord – ein Nachteil, der vor allem bei grafikintensiven Spielen sowie Filmen und Serien zum Tragen kommt.

Zwar fehlt es dem Monitor an Auflösungen und Helligkeit, aber in einem gut kontrollierten Lichtumfeld und bei Standard-Gaming-Auflösungen bietet der Monitor eine exzellente Performance. Mit einer Bildwiederholrate von bis zu 180 Hz und einer Reaktionszeit von nur 1 ms lieferte er im Test flüssige und nahezu ruckelfreie Darstellungen. Durch die Unterstützung von AMD Freesync Premium werden Tearing und Stottern effektiv verhindert. Davon profitieren allerdings nur Nutzer von AMD-Grafikkarten. Wer mit einer Nvidia-GPU zockt, muss mangels G-Synch-Unterstützung ohne Anti-Tearing-Technologie auskommen. 

Acer Nitro KG272S3 Monitor
Quelle: Marius Müller

Titan Army P2510S: günstigste Alternative mit QHD und 240 Hz

Der Titan Army P2510S ist ein vergleichsweise kleiner 24,5-Zoll-Flatscreen-Monitor, der im Test vor allem durch seine hohe Auflösung und seine rasant schnelle Bildrate überzeugen konnte. Allerdings bringt der Bildschirm keine offizielle AMD Freesync- oder Nvidia G-Sync-Unterstützung. HDR ist zwar an Bord, aber nicht optimal umgesetzt. 

TITAN ARMY 240Hz 1440P Gaming Monitor 24.5 Zoll, QHD 2560 x 1440, Fast IPS 1ms GTG, Adaptive Sync Monitor, HDR500, 123% sRGB, Verstellbar Ständer, 100 * 100 VESA, HDMI 2.0 DisplayPort 1.4 P2510S Plus-1

TITAN ARMY ‎P2510S PLUS Gaming Monitor

Vorteile
  • Hohe Auflösung (QHD / 2560 x 1440 Pixel)
  • Schnelle Bildwiederholrate (240 Hertz)
  • Je zwei HDMI- und DisplayPort-Anschlüsse
Nachteile
  • Ausbaufähige Verarbeitungsqualität
  • Schwächen bei der HDR-Darstellung
  • Keine offizielle AMD FreeSync- und Nvidia G-Sync-Unterstützung

Design und Verarbeitung

Der P2510S präsentiert sich in einem schlichten, schwarzen Design. Mit seinem rechteckigen Standfuß macht der Gaming-Monitor einen eher unscheinbaren Eindruck, wirkt durch die schmalen Bildschirmränder aber keinesfalls altbacken. Im Hinblick auf die Verarbeitungsqualität ist noch etwas Luft nach oben. Das Kunststoffgehäuse wirkt nicht besonders hochwertig und der Standfuß hat sich im Test als etwas wackelig erwiesen. Die Tasten am unteren rechten Bildschirmrand fühlten sich schwammig an und waren bedauerlicherweise nicht beschriftet, so dass wir die Funktionen zunächst im Handbuch überprüfen mussten. In Anbetracht des vergleichsweise günstigen Preises dürften diese Einschränkungen jedoch zu verkraften sein.

Anschlüsse und Ausstattung

Mit Blick auf die Anschlussmöglichkeiten steht der Titan Army P2510S gut da. Er bietet jeweils zwei HDMI- (2.0) und Displayport-Anschlüsse (1.4), wodurch Gamer bei Bedarf einen Desktop-PC, einen Laptop und zwei Spielekonsolen gleichzeitig verbinden können. Darüber hinaus steht ein Kopfhöreranschluss zur Verfügung. USB-Anschlüsse bringt der P2510S allerdings nicht mit. Wer Peripheriegeräte direkt am Monitor anschließen oder Mobilgeräte aufladen möchte, schaut hier also ins Leere. Weitere Ausstattungsmerkmale wie integrierte Lautsprecher oder eine Webcam entfallen ebenfalls.

Bedienung und Benutzerfreundlichkeit

Die Bedienung des Titan Army P2510S erfolgt über fünf Tasten an der Unterseite des Monitors, die Nutzern Zugriff auf das On-Screen-Display eröffnen. Hier lassen sich unter anderem verschiedene Bildmodi einstellen, Gamma-Anpassungen vornehmen und ein Low-Blue-Light-Modus zur Schonung der Augen aktivieren. Dedizierte Gaming-Funktionen, wie sie bei dem Samsung Odyssey G5 verfügbar sind, bietet der Titan Army P2510S allerdings nicht. 

Schwächen zeigte der P2510S im Hinblick auf den allgemeinen Nutzungskomfort. Die Bedienung des On-Screen-Displays hat sich aufgrund der schwammigen und unbeschrifteten Tasten als nicht besonders komfortabel erwiesen. Zudem verzichtet Titan Army hier auf eine Höhenverstellung und Schwenkfunktion. Der Standfuß erlaubt lediglich eine Neigungsverstellung von -5° bis 20°. Für mehr Flexibilität lässt sich der Gaming-Monitor jedoch per Vesa-Wandhalterung (100 x 100 Millimeter) an die Wand montieren.

Displayqualität und Performance

Für einen Gaming-Monitor aus seiner Preisklasse bietet der Titan Army P2510S erstaunlich gute technische Eigenschaften. Er nutzt ein IPS-Panel mit einer QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln, woraus sich eine hohe Pixeldichte von 120 PPI ergibt. Das sorgt für gestochen scharfe und detaillierte Darstellungen ohne den Bedarf an Skalierung. Mit einer 92-prozentigen Abdeckung des DCI-P3-Farbraums lieferte der Monitor eine ordentliche Farbqualität. Die maximale Helligkeit liegt bei 300 cd/m² – ausreichend für die meisten Umgebungen. Allerdings weist das Panel IPS-typisch einen geringen Kontrast von 1.000:1 auf, wodurch Schwarztöne weniger tief erscheinen. In dunklen Szenen konnten wir teilweise einen leichten IPS-Glow feststellen. Das heißt, in den Ecken des Bildschirms war eine leichte Aufhellung sichtbar, die durch die Hintergrundbeleuchtung des IPS-Panels verursacht wird und je nach Blickwinkel stärker oder schwächer ausfällt. Der Monitor unterstützt zwar HDR10, jedoch ohne lokale Dimmzonen, wodurch der HDR-Effekt begrenzt ist.

In Bezug auf Performance ist der Gaming-Monitor von Titan Army sehr gut aufgestellt. Er bietet nicht nur eine Reaktionszeit von 1 ms (GtG), sondern auch eine äußerst hohe Bildwiederholrate von 240 Hz. Das sorgt in Spielen für butterweiche Bewegungen und ist mit der 60-Hertz-Wiedergabe kaum noch zu vergleichen. Zu beachten ist, dass der 240-Hertz-Modus nur über die beiden Displayport-Anschlüsse funktioniert. Die HDMI-Anschlüsse sind auf 144 Hertz beschränkt. Ein kleines Manko im Hinblick auf die Performance: Offiziell unterstützt der Monitor weder AMD Freesync noch Nvidia G-Synch. Adaptive-Sync als übergeordneter Standard kann aber dennoch genutzt werden. Mangels Zertifizierung gibt es hier aber keine Garantie für fehlerfreie Darstellungen. Unter Umständen kann es zu Flackern oder kurzen Rucklern kommen.

Titan Army P2510S Gaming Monitor
Quelle: Marius Müller

Ratgeber: Was gibt es bei einem Gaming-Monitor zu beachten?

Display ist nicht gleich Display. Es gibt verschiedene Panel-Typen, die sich im Hinblick auf Bildqualität, Reaktionszeit und Blickwinkelstabilität voneinander unterscheiden. In unserem Vergleichstest finden sich ausschließlich Modelle mit IPS- oder VA-Panels. Der Vollständigkeit halber erklären wir an dieser Stelle jedoch auch TN-Panels sowie OLED-Panels.

– IPS (In-Plane Switching): Diese Panels bieten hohe Farbgenauigkeit, weite Blickwinkel und eine gute Balance zwischen Reaktionszeit und Bildqualität. Ideal für Spieler, die Wert auf eine gute Farbdarstellung legen, etwa bei Open-World- oder Story-basierten Spielen.

– VA (Vertical Alignment): VA-Panels bieten hohe Kontraste und tiefe Schwarzwerte, was sie für dunkle Spiele wie Horror- oder Stealth-Games interessant macht. Allerdings sind die Reaktionszeiten oft etwas langsamer als bei TN- und IPS-Panels.

– TN (Twisted Nematic): TN-Panels haben die schnellsten Reaktionszeiten (1 ms oder weniger) und sind besonders für kompetitive Shooter geeignet. Der Nachteil sind die schlechtere Farbwiedergabe und die eingeschränkten Blickwinkel.

– OLED (Organic Light Emitting Diode): OLED-Panels bieten hervorragende Schwarzwerte, den höchsten Kontrast und sehr schnelle Reaktionszeiten. Jedes Pixel erzeugt sein eigenes Licht, was zu einer präzisen und lebendigen Farbdarstellung führt. Auf der anderen Seite können sie aber teurer sein und unter dem Risiko des Einbrennens leiden.

Die Auflösung gibt an, aus wie vielen digitalen Bildpunkten sich die Monitordarstellungen zusammensetzen – je mehr es sind, desto schärfer die Bilder. Wie hoch die Auflösung sein sollte, hängt in erster Linie von der Bildschirmgröße ab. Ein kleiner 24-Zoller kann auch mit einer vergleichsweise niedrigen Full-HD-Auflösung von 1.920 × 1.080 Pixeln scharfe Darstellungen erzeugen. Bei 27- oder 32-Zoll-Monitoren sollten Gamer eher auf WQHD (2.560 × 1.440 Pixel) oder gar 4K UHD (3.840 × 2.160 Pixel) setzen, um Gaming mit hoher Detailtreue genießen zu können. Neben der Bildschirmgröße wird natürlich auch umso potentere Hardware, sprich Highend-Grafikkarte, benötigt.

Die Bildwiederholrate wird in Hertz angegeben und sagt aus, wie oft das Bild pro Sekunde aktualisiert wird. Dabei steht 1 Hertz für eine Aktualisierung pro Sekunde. Je höher der Hertz-Wert ist, desto flüssiger die Darstellungen. Damit das menschliche Auge flüssige Bewegtbilder wahrnimmt, braucht es mindestens 25 Hertz. Bei schnellen Bewegungen in Spielen ist jedoch deutlich mehr nötig – wenigstens 60 Hertz, besser noch 120 oder 144 Hertz. 240 Hertz sind vor allem für kompetitive Spieler in schnellen Shootern wie CS:GO, Valorant oder Call of Duty sinnvoll, da sie eine noch kürzere Eingabeverzögerung und extrem flüssige Bewegungen ermöglichen.

Allerdings bringt eine so hohe Bildwiederholrate die größten Vorteile, wenn die Grafikkarte in der Lage ist, konstant 240 FPS oder mehr zu liefern – andernfalls bleibt der Unterschied zu 144 oder 165 Hz gering. Falls die maximalen FPS nicht erreicht werden, profitiert man zumindest von einer verringerten Systemlatenz, die derartige Monitore typischerweise mitbringen. Dabei werden die Bilder grundsätzlich mit etwas geringerem Abstand angezeigt als bei langsameren Monitoren.

Eine weitere entscheidende Eigenschaft ist die Reaktionszeit des Monitors, die angibt, wie schnell ein Pixel seine Farbe wechseln kann. Je kürzer die Reaktionszeit, desto weniger Bewegungsunschärfe (Motion Blur) oder Ghosting tritt auf, was vor allem in schnellen Spielen wie Shootern oder Rennspielen eine wichtige Rolle spielt. Angegeben wird die Reaktionszeit in Millisekunden. Der für Gamer relevanteste Wert ist dabei die GtG-Reaktionszeit (Grey-to-Grey), die die Zeit für den Wechsel zwischen zwei Graustufen angibt. Ab einer GtG-Reaktionszeit von 5 Millisekunden gelten Monitore als Gaming-tauglich. Für eine bestmögliche Peformance sollten Gamer jedoch einen Wert von 1 Millisekunde anstreben. Neben GtG gibt es auch die MPRT-Reaktionszeit (Moving Picture Response Time), die im Gaming-Bereich eine untergeordnete Rolle spielt. Wer sich dennoch dafür interessiert, findet ganz unten im FAQ-Bereich eine nähere Erklärung dazu.

Die Anschlüsse eines Gaming-Monitors bestimmen nicht nur, welche Geräte angeschlossen werden können, sondern auch, welche Bildwiederholraten und Auflösungen unterstützt werden. Die beiden wichtigsten Standards sind HDMI (High-Definition Multimedia Interface) und Displayport, wobei es je nach Version deutliche Unterschiede gibt.

HDMI ist weit verbreitet und findet sich an fast allen Grafikkarten, Konsolen und Monitoren. Während HDMI 2.0 Bildwiederholraten von bis zu 144 Hertz in WQHD oder 60 Hertz in 4K (nicht nativ) ermöglicht, unterstützt HDMI 2.1 sogar 4K mit 120 Hertz – ein entscheidender Vorteil für Konsolenspieler mit einer Playstation 5 oder Xbox Series X. Displayport hingegen ist vor allem im PC-Gaming-Bereich relevant und bietet bereits seit Displayport 1.4 Unterstützung für 144 Hertz in 4K oder sogar 240 Hertz in WQHD, während Displayport 2.1 noch höhere Bandbreiten ermöglicht. Wie viele Anschlüsse ein Monitor haben sollte, hängt vom Einsatzzweck ab. Wer lediglich einen PC anschließt, kommt meist mit einem einzelnen Displayport- oder HDMI-Anschluss aus. Wer zusätzlich eine Konsole oder ein weiteres Gerät nutzen möchte, sollte auf mindestens zwei HDMI-Anschlüsse oder eine Kombination aus HDMI und Displayport achten. Zusätzliche USB-Anschlüsse sind ebenfalls praktisch, um die Peripherie direkt am Monitor anzuschließen.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Welcher Monitor sich für Gamer am besten eignet, hängt in hohem Maße von den persönlichen Anforderungen ab. Wer schnelle Shooter spielt, profitiert von einer Bildwiederholrate (mindestens 144 Hz) und einer niedrigen Reaktionszeit (1 Millisekunde). Im Testfeld würde sich hier der Acer Nitro KG272S3 anbieten. Für Story-Games oder RPGs zählen eher eine hohe Auflösung, starke Farbdarstellungen und ein großes Panel. Hier wäre der Samsung Odyssey G5 die bessere Wahl. Auch die Größe spielt eine Rolle: 27 Zoll gilt als guter Kompromiss aus Übersicht und Platzbedarf. Wer mehrere Monitore aufstellen möchte, greift aus Platzgründen lieber zu einem kleineren Modell wie dem Titan Army P2510S. 

Ein 4K-Monitor spielt seine Stärken vor allem in grafikintensiven Spielen wie Open-World- oder Story-Games aus, in denen es Spielern meist auf scharfe Details und eine hohe Bildqualität ankommt. Vollends ausschöpfen lassen sich diese Vorteile aber nur mit einem leistungsstarken Gaming-PC. Für schnelle Shooter oder E-Sport-Titel sind Monitore mit Full-HD oder WQHD oft besser geeignet, da sie höhere Bildwiederholraten ermöglichen.  

Für 4K-Gaming eignen sich Monitore ab 27 Zoll, da die hohe Auflösung erst ab dieser Größe richtig zur Geltung kommt. Kleinere Displays zeigen zwar ebenfalls ein scharfes Bild, doch der Unterschied zu WQHD ist deutlich weniger sichtbar.

AMD Freesync ist eine Technologie, die Tearing und Ruckler durch variable Bildwiederholraten verhindert. AMD Freesync Premium baut darauf auf und bietet zusätzliche Features: Es setzt mindestens 120 Hz bei Full-HD voraus und unterstützt Low Framerate Compensation (LFC). LFC sorgt dafür, dass die Bildwiederholrate bei niedrigen FPS flüssig bleibt, indem Frames mehrfach dargestellt werden. Damit bietet Freesync Premium ein insgesamt flüssigeres und konsistenteres Spielerlebnis – vor allem bei grafisch anspruchsvollen Spielen.

Besonders für Shooter lohnen sich Curved-Monitore, wie unser Ratgeber zeigt.

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