In diesem Test vergleichen wir drei aktuelle Tablets von Xiaomi, Lenovo und Samsung. Preislich liegen die Geräte recht nah beieinander und alle verzichten auf einen Fingerabdruckscanner und Vibration. Trotzdem gibt es einige Unterschiede, vor allem in den Bereichen Displayqualität, Akkulaufzeit, Ausstattung und Kameraqualität. Dadurch eignen sich die Tablets für unterschiedliche Einsatzgebiete.
Mit Stylus für Notizen: Lenovo Idea Tab
Gehäuse und Ausstattung
Das Lenovo Idea Tab misst 25,5 x 16,6 Zentimeter und ist 7 Millimeter dünn. Im Bereich der Kamera sind es 9 Millimeter. Mit seinem Metallgehäuse macht das Lenovo Idea Tab einen hochwertigen und gut verarbeiteten Eindruck. Der Zertifizierung nach IP52 entsprechend ist das Tablet gegen Staub und Tropfwasser geschützt. Durch die Verwendung von Metall ist das Idea Tab mit einem Gewicht von 480 Gramm schwerer als Geräte mit einem Kunststoffgehäuse. Vor allem das Halten in nur einer Hand wird dadurch schnell anstrengend, was jedoch bei den meisten Geräten in dieser Größe der Fall ist. Ein paar Gramm leichter als das vergleichbare Redmi Pad 2 ist es dennoch.
Der USB-C-Anschluss ist in der Version 2.0 nicht gerade schnell unterwegs. An einen Monitor kann das Tablet damit nicht angeschlossen werden. Andere externe Geräte wie Tastaturen lassen sich aber verbinden. An der rechten unteren Ecke befindet sich eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, die bei der Verwendung mit einer Tablethalterung und einem geraden Stecker jedoch etwas unpraktisch ist. Ein MicroSD-Kartenslot erlaubt die Erweiterung des Speichers auf bis zu 2 Terabyte. Bei der Mobilfunkvariante wird hier zusätzlich die SIM-Karte eingesteckt. Am dreipoligen Pogo-Pin-Stecker kann ein optionales Tastaturcover angedockt werden. Die Ausstattung mit Wi-Fi 5 ist zwar nicht mehr topaktuell, wird vielen aber ausreichen und die Geschwindigkeit ist dem Preis angemessen. Bluetooth ist in der Version 5.2 vorhanden.
Die Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Label sind solide, vor allem für ein günstiges Tablet. Viel Bass kann man hier nicht erwarten, für ein bisschen Musik nebenher oder um ein Video anzuschauen, reicht die Leistung aber allemal aus. Im direkten Vergleich zu den anderen beiden getesteten Tablets hat uns der Sound des Lenovo Idea Tab am ehesten überzeugt und bot am meisten Volumen.
Beim Prozessor handelt es sich um einen Mediatek Dimensity 6300. Dieser bietet acht Kerne, liegt bei der allgemeinen Leistung jedoch eher im Einstiegsbereich. Unterstützt wird der Chip von 8 Gigabyte Arbeitsspeicher, der interne Speicher umfasst 128 Gigabyte. Alternativ gibt es auch ein Modell mit 256 Gigabyte Speicher.
Als fast schon besonders ist es zu werten, dass Lenovo dem Idea Tab standardmäßig einen Stylus beilegt. Dieser liegt gut in der Hand, ist aber ansonsten recht einfach gehalten, wird durch eine beiliegende AAAA-Batterie mit Strom versorgt und hat keine Tasten. Zwei Ersatzspitzen zum Wechseln liegen bei.



Quelle: Michael Beck
Software und Leistung
Auf dem Lenovo Idea Tab ist die herstellereigene Benutzeroberfläche Lenovo ZUI in der Version 17 installiert, dem Android in der Version 15 zugrunde liegt. Der Hersteller gibt an, dass Android-Updates bis zur Version Android 17 unterstützt und darüber hinaus Sicherheitsupdates bis 2029 bereitgestellt werden. Im Vergleich dazu bietet das Redmi Pad 2 einen längeren Update-Zeitraum bis 2032.
Die Menge an vorinstallierter Software ist gering. Abgesehen von den typischen Google-Standards sind neben Fitbit noch einige Produktivitäts-Apps vorhanden, bespielsweise zum Anfertigen von Notizen. Letzteres funktioniert mit dem beiliegenden Stift sehr gut, wobei eine minimale Verzögerung zu spüren ist. Ein allzu großes Problem für ein paar Kritzeleien oder Texte stellt dies aber nicht dar, zumal auch eine Druckstufenerkennung integriert ist. Ein professionelles Grafiktablet soll das Idea Tab auch gar nicht sein. Die Handballenerkennung funktioniert gut.
Bei einfachen Aufgaben schlägt sich das Idea Pad sehr ordentlich. Egal ob browsen, schreiben oder streamen: Alles fühlt sich flüssig an und das Tablet reagiert schnell. Bei anspruchsvollen Programmen wie Spielen kommt der verbaute Chip aber schnell an sein Limit. Während simple Puzzle-Games noch spielbar sind, fühlt sich das Kartenspiel Magic: The Gathering Arena schon deutlich zäher an. Und auch wenn 3D-Action-Spiele grundsätzlich spielbar sind und manche mit stark reduzierten Grafikeinstellungen gelegentlich auch 60 fps erreichen, hält sich der Spielspaß auf Dauer doch eher in Grenzen.
Der Akku fällt mit 7.040 mAh durchschnittlich aus. Damit sticht die Akkuleistung nicht sonderlich hervor, geht für diese Preisklasse aber insgesamt noch in Ordnung. Beim Streamen eines H-Films mit maximaler Helligkeit hält das Lenovo Idea Tab fast 7 Stunden durch. Bei gemischter Nutzung und geringerer Helligkeit sind Laufzeiten zwischen 12 und 13 Stunden möglich.
Display und Kamera
Das 11 Zoll große IPS-Display besitzt eine hohe Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixeln und liefert ein scharfes Bild bei einer Bildwiederholrate von 90 Hertz für ein flüssiges Erlebnis. Der Abstand zwischen Rand und Bildschirminhalt beträgt 9 Millimeter, die maximale Helligkeit von um die 400 nits ist für den Innenbereich ausreichend. Draußen macht nur die Verwendung im Schatten Sinn, da bei Sonneneinstrahlung das Display zu stark spiegelt, was durch die Helligkeit nicht ausgeglichen werden kann. Alternativ gibt es auch ein Modell mit mattem Display, das sich auch besser zum Lesen eignet und bei der Verwendung mit dem Stylus ein papierähnliches Gefühl vermitteln soll.
Für ein IPS-Display hinterlässt das Lenovo Idea Tab vor allem im Preisbereüich bis 200 Euro einen tollen Eindruck. Farben werden kräftig dargestellt und der Kontrast ist gut. In den Displayeinstellungen können die Farben für ein wärmeres oder kühleres Ergebnis angepasst werden.
Die Qualität der Kamera auf der Rückseite mit 8 Megapixeln ist für den ein oder anderen Schnappschuss insgesamt ausreichend. Vor allem im Nahbereich gelingen ganz passable Bilder. Landschaftsaufnahmen sehen eher unscharf aus. Farblich geht das Ergebnis in Ordnung. Die Frontkamera mit 5 Megapixeln mag für Videotelefonie noch ausreichen, auch wenn das Ergebnis ziemlich weichgezeichnet ist und die Kamera mit schlecht beleuchteten Umgebungen nur schwer klarkommt. Beim Redmi Pad 2 macht die Frontkamera einen etwas besseren Eindruck.



Quelle: Michael Beck
Fazit zum Lenovo Idea Tab
Für alle, die ein einfaches und günstiges Tablet suchen, das sich mit einem Stift bedienen lässt, der direkt im Lieferumfang enthalten ist, ist das Lenovo Idea Tab eine hervorragende Wahl. Verarbeitungsqualität, Leistung und Display sind für den Preisbereich sehr gut. Wem Akkulaufzeit und eine längere Updateversorgung wichtiger sind als ein beiliegender Stylus, ist allerdings mit dem Xiaomi Redmi Pad 2 besser beraten.
Kontrastreiches Display: Xiaomi Redmi Pad 2
Gehäuse und Ausstattung
Äußerlich wirkt das Xiamoi Redmi Pad 2 dem Lenovo Idea Tab recht ähnlich. Die Abmessungen von 25,4 x 16,7 x 0,74 cm weichen nur minimal ab. Das Gewicht ist mit 505 Gramm ein bisschen höher, entsprechend ist das Halten mit nur einer Hand auf Dauer etwas anstrengend. Auch Xiaomi setzt auf ein Gehäuse aus Aluminium. Zwischen Display und Gehäuse befindet sich allerdings ein Kunststoffrahmen, weshalb das Tablet weniger wie aus einem Guss wirkt als das Idea Tab. Das tut dem insgesamt hochwertigen Eindruck aber keinen Abbruch. Die Verarbeitungsqualität ist für die Preisklasse knapp unter 200 Euro absolut erstklassig.
Auch beim Redmi Pad 2 ist nur ein einfacher USB-C-2.0-Anschluss verbaut, der immerhin Peripheriegeräte wie Tastaturen und Headsets erkennt. Daneben befindet sich ein 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer. Über den MicroSD-Kartenslot kann der Speicher mit bis zu 2 Terabyte erweitert werden. In der 4G-Variante des Tablets lässt sich hier zusätzlich eine SIM-Karte einstecken. WLAN-Zugang ist über das nicht mehr ganz aktuelle aber ausreichende Wi-Fi 5 möglich. Bluetooth gibt es in der Version 5.3.
Die Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Label klingen für ein günstiges Tablet ordentlich, auch wenn der Bass generell eher auf der Strecke bleibt. Um nebenbei etwas Ton abzuspielen, reicht es aus und Inhalte sind verständlich. Der Klang ist in etwa vergleichbar mit dem des Lenovo Idea Tab, das für unseren Geschmack aber doch etwas mehr Tiefe produziert.
Für die Rechenleistung ist ein Mediatek Helio G100 zuständig. Dessen 8 Kerne sind in etwa so schnell wie der Prozessor im Lenovo Idea Tab. Für einfache Aufgaben ist er ausreichend und große Unterschiede sind bei der alltäglichen Nutzung nicht aufgefallen. Unser Testmodell ist mit 256 Gigabyte internem Speicherplatz und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet. Xiaomi bietet auch noch ein günstigeres Modell mit nur 128 Gigabyte Speicherplatz und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher an. Gerade Letzteres ist jedoch nicht mehr allzu zeitgemäß und wer mehr als zwei, drei Anwendungen gleichzeitig geöffnet hat, dürfte schnell Geschwindigkeitseinbußen bemerken.



Quelle: Michael Beck
Software und Leistung
Als Betriebssystem ist das herstellereigene Xiaomi HyperOS 2 mit Android 15 als Basis vorinstalliert. Konkrete Informationen über die Anzahl der zukünftigen Versionsupdates gibt es nicht. Grundsätzlich soll die Software aber bis Mitte 2032 mit Sicherheitspatches aktuell gehalten werden.
Neben den für Android üblichen Google-Anwendungen sind etliche Apps von Temu über Tiktok bis zu Booking.com bereits vorinstalliert. Das ist etwas mehr als beim Lenovo Idea Pad, hält sich aber noch im Rahmen.
Beim Browsen, Streamen von Musik und Abspielen von Videos fällt beim Xiaomi Redmi Pad 2 nichts negativ auf. Das System reagiert zügig und Apps funktionieren flüssig. Für komplexere Anwendungen ist das Tablet jedoch weniger gut geeignet. Vor allem Spiele machen, wie auch beim Lenovo Idea Pad, nur bedingt Spaß. Während einfachere Games ohne aufwendige Grafik noch kein Problem sind, spielen sich bereits modernere Kartenspiele wie Magic the Gathering: Duels ziemlich zäh. Für actionlastige 3D-Spiele ist das Redmi Pad 2 nicht gut geeignet.
Obwohl es natürlich Tablets mit einer deutlich längeren Akkulaufzeit gibt, hebt sich das Redmi Pad 2 von vergleichbaren Geräten leicht ab. Beim Streamen eines Full-HD-Films mit maximaler Helligkeit hält der 9.000-mAh-Akku des Tablets fast 10 Stunden durch. Bei gemischter Nutzung und geringerer Helligkeit sind bis zu 16 Stunden Laufzeit möglich.
Display und Kamera
Das Display des Redmi Pad 2 misst 11 Zoll und die Auflösung liefert mit 2.560 x 1.600 Pixeln ein scharfes Bild. Der Displayrand ist mit 7,5 Millimetern minimal schmaler als beim Lenovo-Tablet. Die Helligkeit ist mit knapp unter 400 nits im Durchschnitt etwas niedriger als beim Idea Tab. Für die Nutzung in der Sonne ist das Bild zu dunkel – auch der spezielle Outdoormodus bringt hier nicht viel – und das Display spiegelt zu stark. Für Innenräume ist es hell genug. Deutlich besser fällt der Kontrast bei frontaler Betrachtung aus. Dadurch kommen vor allem Videos besser zur Geltung. Mit kräftigen Farben und einer Bildwiederholrate von 90 Hertz hinterlässt der Bildschirm gemessen am Preis einen guten Eindruck. Wie auch beim Idea Pad lassen sich im System einige Farbeinstellungen treffen
Die Kameraqualität mit 8 Megapixel auf der Rückseite und 5 Megapixel auf der Vorderseite ist Mittelmaß und ebenfalls vergleichbar mit dem Idea Pad. Schnappschüsse im Nahbereich bei gutem Licht funktionieren noch gut. Bei Landschaftsaufnahmen sehen entfernte Bereiche schnell matschig aus. Die Farben gehen insgesamt in Ordnung. Die Frontkamera ist höchstens für einfache Videotelefonie zu gebrauchen, auch wenn das Ergebnis durch eine bessere Belichtung zufriedenstellender ist als beim Idea Tab.



Quelle: Michael Beck
Fazit zum Xiaomi Redmi Pad 2
Auch wenn sich das Xiaomi Redmi Pad 2 und das Lenovo Idea Pad in vielen Aspekten ähneln, setzt Ersteres auf ein paar andere Schwerpunkte. So hat uns das Display mit dem höheren Kontrast bei Videos besser gefallen und mit dem größeren Akku hält das Redmi Pad 2 auch etwas länger durch. Durch den Kunststoffrahmen zwischen Display und Metallgehäuse wirkt es nicht ganz so edel wie das Lenovo Idea Pad, aber immer noch sehr hochwertig. Wer gerne Notizen mit einem Stift machen möchte, ist beim Idea Tab besser aufgehoben. Das Redmi Pad 2 bietet zwar separat einen Stylus an, die Reaktionszeit ist hier allerdings höher. Soll es allerdings ein möglichst günstiges, aber trotzdem gutes Tablet mit möglichst langer Updateversorgung sein, ist das Xiaomi Redmi Pad 2 eine gute Wahl.
Kompakt mit langer Akkulaufzeit: Samsung Galaxy Tab A9
Gehäuse und Ausstattung
Mit den Maßen von 21,1 x 12,5 x 8 Zentimetern ist das Samsung Galaxy Tab A9 besonders handlich, wirkt allerdings etwas klobig im Vergleich zu den beiden anderen größeren, aber dünneren Tablets. Mit einem Gewicht von nur 330 Gramm ist es dagegen deutlich leichter und lässt sich einfacher mit nur einer Hand halten. Auf ein hochwertiges Metallgehäuse muss man dabei nicht verzichten. Allerdings besteht es aus drei Bauteilen zuzüglich Kunststoffrahmen zwischen Display und Gehäuse und weist dadurch mehr sichtbare Spalten auf.
Der langsame USB-C-2.0-Anschluss ermöglicht das Laden mit bis zu 15 Watt und unterstützt den Anschluss von USB-Peripherie-Geräten. Der integrierte Speicher kann über einen MicroSD-Kartenslot um bis zu 1 Terabyte erweitert werden. In Modellen mit LTE kann hier auch eine SIM-Karte eingesetzt werden. Als drahtlose Verbindungen sind Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.3 an Bord.
Die verbauten Lautsprecher sind wie bei den anderen Tablets mit Dolby Atmos zertifiziert. Der Klang ist allerdings sehr flach und Bässe nicht vorhanden. Musik wird immerhin ohne allzu große Verzerrung wiedergegeben und klingt nicht blechern. Eine Verbindung mit Lautsprechern oder Kopfhörern via Bluetooth oder über die 3,5-mm-Buchse ist jedoch empfehlenswert.
Beim Prozessor handelt es sich um einen Mediatek Helio G99 MT8781, der zwar deutlich älter ist als die Chips der vorherigen Tablets, mit seinen 8 Kernen mit je 2 bis 2,2 Gigahertz im Galaxy Tab A9 aber eine ähnliche Leistung für einfache Aufgaben bietet. Unser Testmodell umfasst 64 Gigabyte internen Speicher und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. Alternativ gibt es eine teurere Variante mit 128 Gigabyte Speicher und 8 Gigabyte RAM.



Quelle: Michael Beck
Software und Leistung
Ausgeliefert wird das Samsung Galaxy Tab A9 mit der herstellereigenen Oberfläche One UI in der Version 5.1, die auf Android 13 läuft. Zum Testzeitpunkt konnte beides auf One UI 7.0 und Android 15 aktualisiert werden. Da das Galaxy Tab A9 schon seit fast zwei Jahren auf dem Markt ist, wird es keine weiteren Android-Versionen geben. Sicherheitsupdates sollen dagegen noch bis 2028 ausgespielt werden.
Die Rechenleistung des verbauten Prozessors ist jener der beiden größeren getesteten Tablets ähnlich, allerdings ist der Arbeitsspeicher in unserem Testgerät nur halb so groß. Dadurch fühlt es sich manchmal nicht ganz so schnell an, wenn zum Beispiel komplexere Webseiten geladen werden oder man zwischen vielen geöffneten Apps hin- und herwechselt. Trotzdem ist das kleine Samsung Galaxy Tab A9 noch gut zum Browsen und Streamen geeignet.
Allzu viel Spielepower darf man auch hier nicht erwarten, auch wenn die Leistung für kleinere Games durchaus noch ausreicht. Aufgrund der geringen Displayauflösung funktioniert unser Testspiel Magic the Gathering: Duels auf dem Tablet gut, ohne zu viele Ruckler oder allzu zähes Umherziehen der Karten. Für rasante Actionspiele ist das Galaxy Tab A9 nicht geeignet.
Im Akkutest bei maximaler Helligkeit und HD-Videostream hält der 5.100-mAh-Akku des Samsung-Tablets mit 7 Stunden ähnlich lange durch wie das Lenovo Idea Tab und bietet sogar noch ein helleres Display. Bei gemischter Nutzung mit niedriger Helligkeit sind sogar bis zu 20 Stunden drin; das schlägt sogar das Redmi Pad 2.
Display und Kamera
Das Display ist eindeutig einer der Schwachpunkte des Tab A9. Mit 8,7 Zoll ist es zwar handlich, die niedrige Auflösung von 1.340 x 800 Pixel sorgt allerdings für ein sichtbar unscharfes Bild. Der Displayrand beträgt an der langen Seite nur 5, an der kurzen 9 Millimeter. Mit einer Leuchtkraft von um die 480 nits bietet das Samsung Tablet das hellste Display im Test. Im Freien ist der Vorteil jedoch gering, da das Display auch hier sehr stark spiegelt. Beim Kontrast befindet sich das Galaxy Tab A9 zwischen dem Lenovo Idea Tab und dem Redmi Pad 2, kann farblich jedoch nicht überzeugen. Das Bild ist insgesamt etwas blass und ausgewaschen. In den Einstellungen sind keine farblichen Anpassungen möglich. Die Bildwiederholrate ist auf 60 Hertz limitiert, weshalb das Scrollen nicht so flüssig wirkt wie auf den anderen Tablets mit 90 Hertz.
Die verbauten Kameras zählen zu den Schwächsten in diesem Test. Auf der Rückseite ist zwar ebenfalls eine 8-Megapixel-Kamera angebracht, die Farben sind jedoch weniger kräftig als bei den Vergleichsmodellen. Während Nahaufnahmen noch ausreichend Details aufweisen, sind Bilder in mittlerer bis großer Entfernung, vor allem Landschaftsbilder, schnell verwaschen. Die Frontkamera löst mit nur 2 Megapixeln auf. Für einfache Videotelefonie ist sie noch funktional, allerdings erkennt man schnell das stark weichgezeichnete, blasse und schlecht belichtete Bild.



Quelle: Michael Beck
Fazit zum Samsung Galaxy Tab A9
Das Samsung Galaxy Tab A9 ist definitiv eine Empfehlung für alle, die ein möglichst günstiges und gleichzeitig handliches Tablet mit langer Akkulaufzeit suchen. Oft findet man das günstigere Modell für knapp über 100 Euro. Der Fokus sollte dabei weniger auf guter Foto- und Displayqualität liegen. Um mal eben etwas nachzuschlagen, für Musikstreaming oder das Anschauen von Youtube-Videos, die keine Top-Bildschirmqualität erfordern, ist das Tablet bestens geeignet, vor allem, wenn Budget und Platz eher knapp bemessen sind. Wer etwas mehr Geld investieren kann und trotzdem ein kompaktes Gerät sucht, kann auch einen Blick auf das während des Testzeitraums neu erschienene Samsung Galaxy Tab A11 mit einem entsprechend längeren Update-Zeitraum werfen.
Häufige Fragen zu günstigen Tablets
Das Lenovo Idea Tab ist gut für Notizen mit Stift, das Xiaomi Redmi Pad 2 punktet mit Akkulaufzeit und Updates, und das Samsung Galaxy Tab A9 ist sehr günstig und handlich mit langer Akkulaufzeit, aber schwächerer Display- und Kameraqualität.
Günstige Tablets eignen sich gut für einfache Aufgaben wie Browsen, Schreiben, Streamen von Musik und Videos. Sie sind auch für einfache Puzzle-Games geeignet und können besonders mit Stylus für Notizen verwendet werden.
Man muss Abstriche bei Displayhelligkeit und -auflösung, Kameraqualität, Rechenleistung für anspruchsvolle Apps, Update-Zeiträumen und Lautsprecherklang hinnehmen.
Soll es doch lieber ein High-End-Modell sein, lohnt sich ein Blick in unseren Galaxy Tab Vergleich.
Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem.de eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.