Während Saugroboter wie der Saros 10 die autonome Erhaltungspflege übernehmen, stoßen sie bei akuten Verschmutzungen oder der gezielten Reinigung spezifischer Areale an zeitliche Grenzen. Hier stellen der Roborock H60 Ultra und der F25 Ultra die manuellen Gegenstücke für die Sofortreinigung dar.
Die Aufgabenteilung ist dabei klar definiert: Der H60 Ultra fungiert als Akkusauger als Lösung für den Trockenbereich, insbesondere für Teppiche, Polster und lose Partikel. Geht es hingegen um gebundene, nasse oder eingetrocknete Verschmutzungen auf Hartböden, kommt der F25 Ultra zum Einsatz. Durch seine aktive Heißwasser- und Dampftechnologie bietet er eine Reinigungsleistung, die über das bloße Aufsaugen hinausgeht und bildet damit den nassen Gegenpol zum trockenen H60 Ultra.
Roborock Saros 10: So schlägt er sich im Test
Design und Bauweise: ultraflach und modern
Der Roborock Saros 10 zeichnet sich durch ein ultraflaches Design mit einer Höhe von lediglich 7,98 Zentimetern aus. Dies ermöglicht ihm, problemlos unter niedrige Möbel zu fahren und darunter zu reinigen. Er kann eine Bodenfreiheit für Fußbodenschwellen von bis zu vier Zentimetern überwinden. Roborock verwendet dafür ein sogenanntes AdaptLift-Chassis. Optisch präsentiert sich der Saros 10 in einer Kombination aus mattem Silber und Weiß, was ihm ein modernes Erscheinungsbild verleiht. Ein charakteristisches Merkmal ist das LDS-Modul (Laser-Distanzsensor) auf der Oberseite, das im eingefahrenen Zustand die Höhe des Roboters minimiert.
Saugleistung: enorme Kraft für anspruchsvolle Aufgaben
Mit beeindruckenden 22.000 Pa Saugkraft ist der Saros 10 ideal für Teppiche und Tierhaare. Er steigert die Leistung auf Teppichen automatisch, während eine Spezialbürste das Verheddern von Haaren verhindert – im Test wurden Katzenhaare so zuverlässig entfernt. Für saubere Ränder fährt der FlexiArm (Seitenbürste) an Ecken automatisch aus. Zwar agierte der Roboter an sehr engen Kanten gelegentlich etwas ungenau, doch die enorme Saugkraft kompensiert dies, da sie Schmutz auch mit gewissem Abstand noch effektiv aufnimmt.
Wischfunktion: VibraRise 4.0 für effektive Fleckenentfernung
Beim Wischen setzt der Saros 10 auf VibraRise 4.0: Die Platte reinigt mit 4.000 Vibrationen pro Minute und hohem Druck. Für Kanten fährt ein zusätzlicher Seitenmopp aus, während das Modul auf Teppichen automatisch angehoben oder für reine Saugvorgänge in der Station komplett abgelegt wird.
Die DirTect-Technologie passt die Reinigungsintensität automatisch dem Schmutzgrad an. Zwar arbeitete die Funktion für automatisches Nachwischen im Test nicht immer perfekt, doch überzeugt das Ergebnis insgesamt besonders auf Fliesen. Auf empfindlichen Holzböden hat der Saros 10R aufgrund seiner Mopp-Beschaffenheit jedoch leichte Vorteile.




Quelle: Vedat Bayramogullari
Navigation und Hindernisvermeidung: präzise Kartierung dank RetractSense
Der Roborock Saros 10 nutzt das RetractSense-System (einziehbares LDS, Kamera, ToF- und Seitenlaser), um mittels KI Hindernisse zu erkennen und präzise zu navigieren. Im Test passte er sein Tempo dynamisch der Umgebung an und umfuhr Objekte meist zuverlässig.
Herausforderungen gab es gelegentlich bei Möbeln mit exakt der gleichen Bauhöhe (ca. 8 cm), wo er steckenbleiben kann; hier helfen virtuelle Sperrzonen. Auch lose Kabel führten in seltenen Fällen zum Verheddern, weshalb das vorherige Aufräumen kritischer Bereiche – wie bei fast allen Saugrobotern – empfohlen bleibt.
Dockingstation: RockDock Ultra 2.0 für bequeme Wartung
Das RockDock Ultra 2.0 automatisiert die Staubentleerung und lädt den Roboter in ca. 2,5 Stunden auf. Die Wassertanks sind für eine schlanke Optik verdeckt verbaut und beinhalten einen Dosierer für (mildes) Reinigungsmittel.
Nach dem Wischen trocknet die Station die Pads hörbar mittels Warmluft. Für den Betrieb bei Nacht gibt es einen Modus „Leises Wischen“ (max. 52 dB), bei dem eine integrierte Lampe die Navigation im Dunkeln unterstützt. Ein zentraler Standort der Station wird empfohlen, um die Wege zu minimieren.
Das minimalistische, mattschwarze Design des Saros 10 ist funktional optimiert: Mit nur 7,98 cm Bauhöhe reinigt er problemlos unter flachen Möbeln. Möglich macht dies das innovative, versenkbare LDS-Modul, das bei Engstellen einfährt und so das Höhenproblem starrer Lasertürme eliminiert. Ergänzend dazu überwindet das Fahrwerk Türschwellen bis zu 2 cm mühelos.
Smarte Funktionen und App-Integration: Steuerung per App und Sprache
Der Roborock Saros 10 ist vollständig in die Roborock-App integriert. Diese ermöglicht die Erstellung individueller Reinigungspläne und die Steuerung des Roboters per Sprachbefehl über Alexa, Siri, Google Home und die eigene Sprachsteuerung „Hello Rocky“. Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa finden den Saros 10 dank Matter-Protokoll direkt. Die direkte Kommunikation mit dem Roboter klappt mithilfe der enthaltenen Übersichtskarte mit relevanten Sprachbefehlen recht gut. Nach gewisser Eingewöhnungszeit erinnert man sich an die wichtigsten Kommandos, die der Roboter auch meistens auf Anhieb versteht. Änderungen im Reinigungsablauf sind aber auch danach noch jederzeit in der Roborock-App möglich.

In der App lassen sich Karten in 2D oder 3D bearbeiten. Der KI-gestützte SmartPlan erstellt automatisch optimierte Abläufe – etwa um Bäder aus Hygienegründen erst zum Schluss zu reinigen. Alternativ sind manuelle Pläne möglich, was sich besonders bei großen Häusern oder der Nutzung auf mehreren Etagen bewährt.
Zu den weiteren Anpassungsmöglichkeiten zählen die Reinigung entlang der Bodenrichtung, Zeitpläne sowie eine Fernsteuerung inklusive Anruffunktion. Ein nettes Extra ist die Haustiererkennung mit Foto-Auslöser, auch wenn diese im Alltag eher selten benötigt wird.
Fazit zum Roborock Saros 10
Der Roborock Saros 10 überzeugt als Premium-Saugroboter durch hohe Zuverlässigkeit und präzise Navigation. Mit seiner Kombination aus enormer Saugkraft und solider Wischfunktion ist er eine ausgezeichnete Wahl für anspruchsvolle Aufgaben. Trotz fehlender revolutionärer Neuerungen liefert er Qualität auf höchstem Niveau. Besonders empfehlenswert ist er für Haushalte mit Teppichen, die maximale Leistung benötigen, sowie für große Wohnflächen, die eine effiziente Reinigung erfordern.
Roborock Saros 10R – die Variante mit Fokus auf Navigation und Nassreinigung
Der Roborock Saros 10R unterscheidet sich vom Saros 10 vor allem durch seine fortschrittliche Navigation und das spezialisierte Wischsystem. Dank des StarSight 2.0 Systems (Kamera & 3D-ToF) navigiert er auch in komplexen, verwinkelten Räumen präziser und erkennt Hindernisse zuverlässiger als das Schwestermodell.
Konstruktiv setzt der 10R auf zwei rotierende Mopps (200 U/min) statt einer Vibrationsplatte. Diese sorgen für eine bessere Flächenabdeckung und reinigen Kanten durch einen ausschwenkbaren Arm effizienter. Ein entscheidender Vorteil ist das Dock 4.0: Es wäscht die Mopps nicht nur hygienisch mit 80 °C heißem Wasser, sondern kann seine Mopps für reine Saugvorgänge automatisch vom Roboter abmontieren – ein Feature, das dem Saros 10 fehlt. Zwar ist die Saugkraft nominell minimal geringer, doch machen das intelligente Dock und die bessere Nassreinigung den 10R zur überlegenen Wahl für Hartböden.



Quelle: Vedat Bayramogullari
Alternative für manuelle Reinigung: Roborock F25 Ultra
Vorteile gegenüber Saugrobotern bei der Sofortreinigung
Der Roborock F25 Ultra ist ein manueller Nass-Trocken-Sauger, der für die Reinigung größerer Flächen und stärkerer Verschmutzungen konzipiert wurde. Während Saugroboter wie die Saros-Modelle für die tägliche Unterhaltsreinigung ausgelegt sind, bietet der F25 Ultra durch den Einsatz von Heißwasser- und Dampftechnologie eine Lösung für hartnäckigere Flecken.
Der Vorteil des F25 Ultra liegt in der direkten Anwendbarkeit auf verschmutzten Bereichen. Die Handhabung wird durch das SlideTech 2.0 System unterstützt: Die Räder sind motorisiert und passen sich der Bewegungsgeschwindigkeit an, was das Schieben und Ziehen des Geräts erleichtert.
Mit einer Saugkraft von ebenfalls 22.000 Pa bietet das Gerät eine hohe Leistung für verschiedene Bodenbeläge. Um das Verheddern von Haaren zu minimieren, kommen zwei Schaber (JawScrapers) an der Bürste zum Einsatz, die Haare entfernen und in den Schmutzwassertank leiten.
Reinigungsfunktionen: Dampf und Heißwasser
Im Unterschied zu vielen Standardmodellen verfügt der F25 Ultra über erweiterte Temperatur-Funktionen. Er nutzt bis zu 86 °C heißes Wasser, um fettige Rückstände zu lösen. Zusätzlich steht eine Dampffunktion mit bis zu 180 °C zur Verfügung, um eingetrocknete Flecken zu entfernen und Oberflächen ohne chemische Zusätze zu reinigen. Das kann insbesondere bei der Badreinigung hilfreich sein, da dabei quasi 100% der Bakterien bekämpft werden.
Nach der Nutzung bringt der Nutzer den F25 Ultra zur Station zurück, wo der Selbstreinigungsprozess startet. Die Bürstenrolle wird mit 90 °C heißem Wasser gewaschen und durch 180 °C heißen Dampf gereinigt. Anschließend erfolgt eine Trocknung mit 95 °C heißer Luft, um Feuchtigkeit zu beseitigen und die Bildung von Gerüchen zu vermeiden.
Praxistauglichkeit und Design
Der Roborock F25 Ultra lässt sich dank FlatReach-Design komplett flach (180 Grad) auf den Boden legen, was die Reinigung unter Möbeln ermöglicht. Die Bauhöhe bleibt dabei niedrig genug für viele gängige Betten und Schränke. Ein integriertes LED-Licht an der Bürste leuchtet dunkle Bereiche aus.
Der DirTect-Sensor erkennt den Verschmutzungsgrad und passt die Saugkraft sowie den Wasserdurchfluss automatisch an. Die Akkulaufzeit beträgt im Auto-Modus bis zu 60 Minuten; bei intensiver Nutzung der Dampffunktion fällt die Laufzeit entsprechend kürzer aus.



Quelle: Vedat Bayramogullari
Fazit zum Roborock F25 Ultra
Der F25 Ultra eignet sich für Nutzer, die eine manuelle Reinigungslösung suchen, die über das reine Wischen hinausgeht. Durch die Kombination aus hoher Saugkraft, Heißwasser und Dampf ist er effektiv bei der Beseitigung von festsitzendem Schmutz. Die automatische Reinigung und Trocknung der Bürste in der Station reduziert zudem den manuellen Wartungsaufwand deutlich.
Vielseitiger Handsauger: Der H60 Ultra
Der Roborock H60 Ultra ist ein leistungsstarker Akku-Staubsauger, der speziell für die gründliche Trockenreinigung und maximale Flexibilität konzipiert wurde. Während Saugroboter wie die Saros-Modelle die tägliche Bodenpflege übernehmen, bietet der H60 Ultra durch seine ebenfalls hohe Saugkraft eine Lösung für tiefsitzenden Schmutz. Der Vorteil des Handsaugers liegt in seiner Anpassungsfähigkeit, da er mit mehreren adaptiven Saugteilen ausgestattet ist. Diese sind jeweils für spezifische Aufgaben optimiert: Sie umfassen Aufsätze für die effiziente normale Bodenreinigung, präzise Tools für die Reinigung in Ecken sowie spezialisierte Lösungen für die tiefergehende Teppichreinigung.



Quelle: Vedat Bayramogullari
Ergonomie und intelligente Station
Die Handhabung wird durch das leichte Design (nur ca. 1,7 kg Handteil) und das flexible Knickrohr unterstützt, das sich um bis zu 90 Grad abwinkeln lässt, um bequem unter Möbeln zu saugen. Ein besonderes Komfort-Highlight ist die Absaugstation: Sobald der Sauger angedockt wird, entleert sie den Staubbehälter automatisch und minimiert so den Kontakt mit Schmutz. Das Design der Station ist dabei so gewählt, dass das Gerät in praktischer Griffhöhe eingehängt und geladen wird, sodass es für den nächsten Einsatz sofort und rückenschonend griffbereit ist.
Mit einer Saugleistung von 210 AirWatt bietet das Gerät Spitzenleistung für alle Bodenbeläge. Wenn allerdings die volle Leistung abgerufen wird, sinkt die Akkulaufzeit rapide. Der stärkste Modus sollte daher nur für ein paar Minuten laufen, was aber ohnehin meistens ausreichen sollte. Um das Verheddern von Haaren zu minimieren, kommt auch hier die Jaw Scrapers-Technologie in der Hybridbürste zum Einsatz, die Haare zuverlässig von der Rolle trennt. Eine grüne LED-Beleuchtung macht zudem mikroskopisch feinen Staub auf Hartböden sichtbar.
FAQ – Häufige Fragen zu Roborock Saugrobotern
Beide Modelle sind auch mit festem Wasseranschluss verfügbar. Beim Roborock Saros 10 und 10R reduziert dieser den Wartungsaufwand durch automatisches Befüllen und Entleeren der Wassertanks. Dabei ist die Dockingstation kompakter und spart so etwas Platz. Zudem kann ein Festwasseranschluss die Reinigung durch automatische Moppwäsche mit optionaler Reinigungsflüssigkeit effizienter gestalten. Allerdings ist die Platzwahl für die Dockingstation natürlich auf den Ort des Anschlusses beschränkt.
Premium-Modelle wie die Roborock Saros 10 oder 10R bieten eine deutlich höhere Saug- und Wischleistung, intelligentere Navigationstechnologie und mehr Komfortfunktionen (App- und Sprachsteuerung) als günstigere Modelle. Sie sind für anspruchsvolle Reinigungsaufgaben und Nutzer gedacht, die Wert auf eine gründliche, autonome und großflächige Reinigung legen. Günstigere Saugroboter können für einfache Reinigungsaufgaben in kleineren Wohnungen dennoch ausreichend sein. Es hängt also wie so oft von den eigenen Ansprüchen ab.
Der Unterschied liegt im Fokus: Saugroboter wie der Saros 10 übernehmen die tägliche, automatische Grundreinigung der Böden. Handgeräte dienen als flexible Ergänzung. Der H60 Ultra erreicht Bereiche, die für Roboter tabu sind (Polster, Decken, Auto), während der F25 Ultra bei akuten, nassen Verschmutzungen die schnellste Lösung bietet. Bei lokalen Malheuren sind manuelle Geräte oft intuitiver und schneller einsatzbereit als der Aufruf per App.
Die Gründlichkeit der Reinigung des Roborock F25 Ultra und des H60 Ultra bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie bei den Saugrobotern Saros 10 und 10R. Während der F25 Ultra dank seiner bis zum Rand reichenden Wischrolle Ecken nass reinigt, erreicht der H60 Ultra durch seine flexiblen Aufsätze auch trockenen Staub in den engsten Winkeln. Welche Art der Reinigung – ob automatisiert oder manuell spezialisiert – bevorzugt wird, hängt letztendlich von der Situation und den Nutzern ab.
Saugroboter im High-End: Die besten smarten Staubsauger
Günstige Saugroboter im Vergleich: Unsere 7 Einsteiger-Modelle
Die besten Luftreiniger gegen Staub, Rauch & Co. im Vergleich
Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf der Produkte über diese Links erhält Golem.de eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.