Wer in der mittlerweile sehr vielfältigen Smartphone-Landschaft nach einer Alternative zu Apple, Samsung und Co. sucht, stößt früher oder später auch auf das Asus ROG Phone oder Zenfone. Das taiwanische Unternehmen, das vor allem für Computerhardware wie Grafikkarten oder Monitore bekannt sein dürfte, ist schon seit 2014 auf dem Smartphone-Markt aktiv.
Mit der Zenfone-Reihe bedient Asus den normalen Smartphone-Markt. Hier bekommen Verbraucher leistungsstarke und solide ausgestattete Smartphones, die vor allem durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Mit den Modellen aus der ROG-Phone-Reihe richtet sich Asus gezielt an Gamer. Hier dürfen Nutzer nicht nur eine Top-Performance erwarten, sondern auch viele nützliche Gaming-Features.
ASUS Zenfones – leistungsstark und preiswert
Asus Zenfones sind keine Gaming-Smartphones, zum Zocken aber trotzdem gut geeignet. Denn der Hersteller verbaut stets aktuelle Prozessoren und setzte bereits bei der letzten Generation auf schnellen DDR5X-Arbeitsspeicher. Zenfones sind dafür bekannt, vergleichsweise klein zu sein. Mit dem Zenfone 11 hat Asus mit der Tradition allerdings gebrochen. Verglichen mit anderen Modellen aus ihrer Leistungsklasse sind Zenfones oft günstiger. Schwachpunkte gibt es vor allem in Hinblick auf die Kameraausstattung.
Größeres Display und Gehäuse aus Aluminium: ASUS Zenfone 11 Ultra
Wer das Zenfone 10 mag, aber gerne ein größeres Display hätte, für den könnte das Zenfone 11 eine kleine Offenbarung sein. Die größte Besonderheit ist, dass das im Juni 2024 erschienene Smartphone erstmals in einer Ultra-Variante mit großem Display verfügbar ist. Jedoch bringt auch die normale Ausführung des Zenfone 11 einen größeren Bildschirm als der Vorgänger mit. Was die technische Ausstattung angeht, liegt das aktuelle Zenfone zwar etwas hinter den Flaggschiffen von Apple, Samsung oder Xiaomi, der Unterschied macht sich in der Praxis aber wohl kaum bemerkbar.
Unter der Haube des Zenfone 11 Ultra arbeitet der neue Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 Prozessor, unterstützt von entweder 12 oder 16 Gigabyte DDR5X-RAM. Damit dürfte das aktuelle Zenfone so ziemlich jedem Mobile Game gewachsen sein. Die speziellen Gaming-Features, die ASUS ROG-Smartphones mitbringen, sind allerdings nicht dabei. Die Voraussetzungen zum Zocken sind damit gut, aber nicht optimal. Hinsichtlich der Speicherkapazität beschränkt sich das Zenfone 11 Ultra auf zwei Optionen: 256 Gigabyte internen Speicherplatz mit 12 Gigabyte RAM oder 512 Gigabyte internen Speicherplatz mit 16 Gigabyte RAM.
Verbesserungen in Displaygröße und Kamera-Setup
Die wohl wichtigste Änderung im Vergleich zum Vorgänger ist das deutlich größere Display. Das Zenfone 11 Ultra hat ein 6,78 Zoll großes AMOLED-Display. Damit bricht ASUS bei der Zenfone-Reihe zwar mit der Tradition, kompakter zu sein, zieht bei der Bildschirmgröße aber mit Flaggschiffen anderer Hersteller gleich. Schade ist, dass sich an der Auflösung nichts getan hat. Das aktuelle Zenfone löst weiterhin in FHD+-Qualität mit 2.400 x 1.080 Pixel auf. Eine begrüßenswerte Verbesserung zeigt sich mit Blick auf die Displayhelligkeit. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Bildschirm mit 2.500 Nits mehr als doppelt so hell. Die Bildrate liegt bei adaptiven 1-120 Hertz, wie schon beim Vorgänger. Im Gaming-Modus sind auch 144 Hertz drin.
Auch im Hinblick auf die Kameraausstattung hat ASUS vom Zenfone 10 zum Zenfone 11 Ultra einen Sprung gemacht. Anstelle einer Dual-Kamera kommt das aktuelle Zenfone mit einer Triple-Kamera, die neben einer 50-Megapixel-Hauptkamera und einer 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera auch ein 32-Megapixel-Teleobjkektiv für Aufnahmen aus großer Distanz bietet. Auf eine Makrokamera für Fotos aus nächster Nähe müssen Nutzer jedoch weiterhin verzichten. Dafür dürften Videos im Vergleich zum Vorgänger noch stabiler sein. Denn ASUS spendiert dem Smartphone das neue 6-Achsen-Hybrid-Gimbal in der Version 3.0. Videos filmt das Zenfone 11 Ultra weiterhin in 4K-Qualität mit 60 FPS oder in 8K-Qualität mit 24 FPS.
KI-Support und hochwertige Materialien
Eine weitere wesentliche Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist, dass das Zenfone 11 Ultra erstmals ASUS exklusive KI-Algorithmen mitbringt, was die Nutzererfahrung verbessern soll. Künstliche Intelligenz ermöglicht es, Hintergrundgeräusche wie Verkehrslärm oder laute Umgebungsgeräusche automatisch zu unterdrücken, was die Gesprächsqualität in Telefonaten erhöhen soll. Zudem können Nutzer mithilfe der KI-Funktionen schnell nach Fotos, Einstellungen oder Apps suchen, indem sie eine natürliche Sprache verwenden. Dadurch soll die Bedienung des Smartphones noch intuitiver sein.
Was die allgemeine Ausstattung angeht, bleiben beim Zenfone 11 Ultra kaum Wünsche offen. Das ASUS-Smartphone ist Dual-SIM-fähig und unterstützt WiFi 5 und 5G. Zudem kommt es im Gegensatz zum Vorgänger mit der aktuellen Bluetooth-Version 5.4. Anders als die meisten Konkurrenten hat das Smartphone einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, was das Anschließen von kabelgebundenen Kopfhörern ermöglicht. Mit der Schutzklasse IP68 ist das Smartphone für bis zu 30 Minuten wasserdicht. Außerdem erhält es vier Jahre Software-Updates.
Das aktuelle Modell der Zenfone-Reihe hat ein Gehäuse aus 100 Prozent recyceltem Aluminium, womit von einer wertigen Haptik auszugehen ist. Das Display, das mit Corning Gorilla Glass Victus 2 besetzt ist, dürfte im Vergleich zum Vorgänger widerstandsfähiger sein. Im Gegensatz zum Zenfone 10, das in fünf Farben erhältlich ist, können Käufer beim Zenfone 11 Ultra nur aus zwei Farbvarianten wählen: Eternal Black und Skyline Blue.
Noch mehr Ultra mit KI-Fokus und besserer Kamera: Asus Zenfone 12 Ultra
Mit dem Zenfone 12 Ultra setzt Asus die im Vorjahr begonnene Ultra-Strategie konsequent fort. Das Oberklasse-Smartphone aus dem Jahr 2025 erreicht nicht nur beim Display und der Kamera, sondern vor allem bei der Integration von KI-Funktionen neue Sphären. Auf der Suche nach einem Android-Handy mit modernstem Chipsatz, überdurchschnittlicher Kamera-Stabilisierung und innovativen Assistenzfunktionen dürfte das Zenfone 12 Ultra eine der spannendsten Alternativen zu Geräten von Samsung, Apple oder Google sein.
Wer zugunsten der Kosten lieber auf High-End-Features verzichtet, muss mit der aktuellen Generation allerdings Abstand von der Zenfone-Reihe nehmen, denn ein Standard-Modell gibt es 2025 nicht. Asus scheint hier eine Alles-oder- nichts-Strategie zu fahren und bringt mit Generation 12 ausschließlich ein Ultra-Modell heraus. Trotz High-End-Ausstattung bleibt der Hersteller seiner Linie treu: Auch das Zenfone 12 Ultra bietet weiterhin einen 3,5-mm-Klinkenanschluss – ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Oberklasse-Segment. Zudem verspricht Asus vier Jahre Sicherheitsupdates und mindestens zwei große Android-Upgrades.
Mehr Power, Display bleibt gleich
Wie für ein Highend-Smartphone zu erwarten, setzt Asus beim Zenfone 12 Ultra auf den Snapdragon 8 Gen 3 Elite – Qualcomms aktuell schnellste Plattform mit gesteigerter KI-Performance. Unterstützt wird er wahlweise von 12 oder 16 GByte LPDDR5X-RAM und bis zu 512 GByte internem UFS-4.0-Speicher. Damit ist das Zenfone 12 Ultra nicht nur für Gaming, sondern auch für Multitasking und KI-gestützte Prozesse bestens aufgestellt. Asus geht bei seinem Ultra-Modell außerdem mit einem leicht größeren Akku (5.500 mAh) an den Start, der sich mit 65 Watt kabelgebunden und 15 Watt kabellos aufladen lässt.
Das Display des Zenfone 12 Ultra bleibt praktisch unverändert: Asus bietet mit 2.500 Nits weiterhin solide Helligkeitswerte, wobei das Smartphone mit der LTPO-Technik eine ordentliche Energieeffizienz bietet. Das 6,78 Zoll große AMOLED-Panel arbeitet adaptiv zwischen 1 und 120 Hertz und erlaubt im Gaming-Modus bis 144 Hertz.
Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch
Der vielleicht größte Unterschied zum Zenfone 11 Ultra ist der massive Ausbau der KI-Funktionen. Das Zenfone 12 Ultra kombiniert erstmals lokale KI-Verarbeitung mit Cloud-gestützter Intelligenz. Das ermöglicht Features wie eine automatische Zusammenfassung von Texten und Dokumenten, Echtzeit-Übersetzungen bei Anrufen und die Transkription von Sprachnotizen inklusive Sprechererkennung. Selbst die Bildersuche funktioniert nun mit natürlicher Sprache – zum Beispiel „Zeig mir das Foto vom Sonnenuntergang in Berlin“.
Zudem lassen sich per KI störende Hintergrundgeräusche bei Anrufen entfernen. Asus setzt hier verstärkt auf On-Device-Processing, so dass die meisten Funktionen auch ohne Internetverbindung verfügbar sind.
Kamera mit neuem Sensor und KI-Boost
Ein kleiner Quantensprung gelingt Asus bei der Kameraausstattung – einem Punkt, der einst als Schwäche der Zenfone-Reihe galt. Zwar bietet das Zenfone 12 Ultra auf den ersten Blick dieselbe Kombination wie der Vorgänger – 50-Megapixel-Hauptsensor, 13-Megapixel-Ultraweitwinkel und 32-Megapixel-Teleobjektiv –, doch bei genauerem Hinsehen offenbaren sich viele Detailverbesserungen. So verbaut Asus erstmals einen Sony-Lytia-700-Sensor mit größerem Dynamikumfang und Gimbal-Stabilisierung der vierten Generation. Das ermöglicht besonders ruhige Videoaufnahmen, auch bei Bewegung. Das 32-Megapixel-Teleobjektiv hat einen dreifachen optischen Zoom, während neue KI-Funktionen eine verbesserte Szenenerkennung und automatische Farbkorrekturen ermöglichen.
Videos können weiterhin in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde oder in 8K mit 24 fps aufgenommen werden. Neu hinzu kommt ein besonders stabiler KI-Video-Modus, der auch für Content Creator interessant sein dürfte. Dieser nutzt künstliche Intelligenz, um Videoaufnahmen automatisch zu stabilisieren, Gesichter präzise zu verfolgen und Bewegungen flüssiger wirken zu lassen. Das ermöglicht professionelle Ergebnisse, etwa beim Vloggen oder Filmen aus der Hand.
Wie schon beim Vorgänger setzt Asus auf ein robustes Gehäuse mit IP68-Zertifizierung. Das neue Modell besteht weiterhin aus recyceltem Aluminium und ist mit Gorilla Glass Victus 2 ausgestattet – also gut gegen Kratzer und Stürze gewappnet. Optisch bleibt es bei schlichten Farben: Käufer haben die Wahl zwischen Ebony Black, Sakura White und Sage Green.
Asus ROG Phone – mit Kühlung und Schultertasten für konsolenähnliches Zocken
Mobile Gamer, die von ihrem Smartphone mehr als nur eine Gaming-taugliche Leistung erwarten, kommen kaum an der ROG-Phone-Serie vorbei. Neben aktueller Hardware bringen Asus ROG Phones eine Reihe Gaming-spezifischer Funktionen mit, die bei anderen Smartphones nur vereinzelt zu finden sind.
Verbesserte Gaming-Funktionen und erstmals mit 6-Achsen-Hybrid-Gimbal: ROG Phone 8 Pro
Das Asus ROG Phone 8 Pro kam im Januar 2024 auf den Markt. Wer kleinere Abstriche im Hinblick auf Leistung und KI-Integration hinnehmen kann, bekommt hier ein voll Gaming-taugliches Smartphone mit diversen nützlichen Features. Gamer, die keine Kompromisse eingehen möchten, greifen zur aktuellen Version — zahlen dann aber deutlich mehr.
Das ROG Phone 8 wird vom Snapdragon-8-Gen-3-SoC angetrieben – einem High-End-Prozessor der letzten Generation. Beim Arbeitsspeicher setzt Asus auf die bewährten 16 Gigabyte DDR5X-RAM. Das 6,78-Zoll-AMOLED-Display erreicht jetzt eine Helligkeit von bis zu 2.500 Nits, was gegenüber den 1.500 Nits des Vorgängers eine deutliche Verbesserung darstellt. Die adaptive Bildwiederholrate von bis zu 165 Hertz ermöglicht ein flüssiges Spielerlebnis, sowohl im Gaming- als auch im Standardmodus.
Ein Highlight des ROG Phone 8 ist das GameCool-8-Kühlsystem, das im Vergleich zum GameCool 7 des Vorgängers optimiert wurde. Hierbei handelt es sich um ein Rundum-Kühlsystem der zweiten Generation, das die thermische Effizienz um 22 Prozent verbessern soll. Der neue AeroActive Cooler X (externer Kühler) bietet zusätzliche 20 Prozent Effizienz, was noch längere Gaming-Sessions ohne Überhitzung ermöglicht.
Mit vielen Gaming-Features
Das ROG Phone 8 bietet mit AirTrigger 8 präzise, druckempfindliche Tastenfelder, die jetzt auch verschiedene Zonen erkennen. Das bietet noch mehr Möglichkeiten für benutzerdefinierte Steuerungen. Auch bei der X-Sense-Funktion, die Gamer auf wichtige Ereignisse in Spielen hinweist, hat Asus nachgelegt. Mit X-Sense 2.0 erkennt das ROG Phone jetzt auch automatisches Sammeln von Gegenständen.
An der Kameraausstattung selbst hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert. Das neue ROG Phone bietet weiterhin eine Triple-Kamera mit 50-Megapixel-Hauptkamera, 13-Megapixel-Weitwinkelkamera und 5-Megapixel-Makrokamera, kommt aber erstmals mit dem 6-Achsen-Hybrid-Gimbal, das wackligen Videoaufnahmen entgegenwirkt und bisher der Zenfone-Reihe vorbehalten war.
Schnelles Qi-Laden und Mini-LED-Beleuchtung mit 341 LEDs
Mit Blick auf die allgemeine Ausstattung ist vor allem erfreulich, dass das ROG Phone 8 Pro Qi-Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt. Außerdem hat es im Gegensatz zum ROG Phone 7 bereits Bluetooth 5.4. Auf einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für die Verbindung zu kabelgebundenen Kopfhörern müssen Gamer auch bei Asus aktuellem Gaming-Smartphone nicht verzichten. 5G und Wi-Fi 6 sind ebenfalls verfügbar, genauso wie Dual-SIM-Unterstützung. Wie alle Asus-Smartphones erhält das Asus ROG Phone 8 zwei große Android-Updates und vier Jahre Sicherheitsupdates – wird also bis Android 16 aktualisiert und bekommt Sicherheitsupdates bis 2028.
Auf eine transparente Rückseite hat Asus beim Asus ROG Phone 8 Ultra verzichtet, womit das Smartphone im Vergleich zum Vorgänger etwas schlichter anmutet. Dafür hat der Hersteller dem Gaming-Handy mit AniMe Vision ein neues RGB-Logo spendiert. Dabei handelt es sich um eine Mini-LED-Beleuchtung (341 LEDs), die sich vielfältig individualisieren lässt und auch Animationen anzeigen kann. An den verarbeiteten Materialien hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert: Das ROG Phone 9 Pro hat einen Aluminiumrahmen, eine Vorderseite aus Corning Gorilla Glass Victus und eine Rückseite aus Corning Gorilla Glass 3. Eine weiße Farbvariante steht diesmal nicht zur Verfügung. Stattdessen wählen Käufer zwischen Rebel Grey und Phantom Black.
Maximale Gaming-Power und KI-Upgrade: Asus ROG Phone 9 Pro
Wer eine kompromisslos hohe Gaming-Leistung sucht, greift zum ROG Phone 9 Pro. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es hier nicht nur ein schnelleres SoC, sondern auch ein flotteres Display – jedenfalls im X-Mode. Außerdem hat Asus in puncto KI-Funktionen ordentlich nachgelegt. Hinzu kommen diverse kleinere Upgrades wie ein etwas größerer Akku, eine stärkere Kühlung und mehr LEDs auf der Rückseite. Wer einen Mittelweg aus Preis und Leistung anstrebt, darf jedoch weiterhin einen Blick auf das ROG Phone 8 Pro werfen.
Angetrieben wird das ROG Phone 9 Pro vom Snapdragon 8 Gen 3 Elite, der im Vergleich zum Gen-3-Chip des Vorgängers deutlich zulegt – sowohl bei CPU- als auch GPU-Leistung. Bei grafikintensiven Games dürfte sich der Leistungszuwachs durchaus in Form von stabileren Framerates und kürzeren Ladezeiten bemerkbar machen. Beim System- und Arbeitsspeicher bleibt Asus dem bisherigen Standard treu: 16 Gigabyte LPDDR5X-RAM und 512 Gigabyte UFS-Speicher sind auch beim 9 Pro gesetzt. Neu ist jedoch eine alternative Ausstattungsvariante mit 24 Gigabyte RAM und 1 Terabyte Systemspeicher. Das 6,78 Zoll große LTPO-AMOLED-Display mit adaptiver Bildwiederholrate von bis zu 165 Hertz wurde ebenfalls beibehalten, unterstützt jetzt aber im neuen X-Mode eine erhöhte Frequenz von 185 Hertz. Die Spitzenhelligkeit von 2.500 Nits bleibt unverändert
Neues Kühlsystem und smarte Assistenzfunktionen
Das ROG Phone 9 Pro ist mit dem überarbeiteten GameCool-9-Kühlsystem ausgestattet. Dieses soll laut Asus nicht nur effizienter, sondern auch leiser als der Vorgänger arbeiten . Ein netter Zusatz ist der AeroActive Cooler X Pro – eine weiterentwickelte Version des externen Lüfters, die jetzt zusätzlich einen integrierten Subwoofer für mehr Wumms beim Zocken oder Musikhören über die integrierten Speaker mitbringt. Das ist aber kein alleiniger Vorteil des 9 Pro. Auch das ROG Phone 8 Pro unterstützt den neuen externen Lüfter.
Die AirTrigger-Technologie bleibt ein Highlight des ROG Phone 9 Pro. Mit AirTrigger 9 setzt Asus auf nochmals verfeinerte Ultraschall-Trigger, die nun auch Neigungswinkel und komplexe Gesten noch präziser erkennen können. X-Sense 3.0, die Gaming-Assistenz von Asus, wurde ebenfalls erweitert: Sie erkennt automatisch lohnenswerte Ingame-Events, kann Belohnungen automatisch einsammeln und wichtige Spielsituationen für Spieler hervorheben. Die überarbeitete X-Capture-Funktion legt automatisch Gameclips relevanter Spielszenen an – auf Wunsch mit KI-Zusammenfassung.
Noch mehr KI-Power
Auch im Hinblick auf die KI-Features hat das 9 Pro ordentlich zugelegt. Während das ROG Phone 8 Pro seine KI ausschließlich auf Gaming-Funktionen wie X-Sense oder X-Capture konzentriert, bringt das ROG Phone 9 Pro zusätzlich eine Reihe von systemweiten KI-Funktionen mit, die im Alltag für spürbaren Mehrwert sorgen.
Dazu zählt unter anderem Live Call Translation – eine Funktion, die Gespräche in Echtzeit übersetzt und dabei vollständig lokal auf dem Gerät läuft. Auch die neue AI-Transcript-Funktion war beim Vorgänger noch nicht verfügbar: Sie transkribiert automatisch Telefonate oder Voice-Aufzeichnungen und stellt sie als durchsuchbaren Text zur Verfügung. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, mithilfe von AI Summarize längere Inhalte – etwa Nachrichtenverläufe, Webseiten oder E-Mails – automatisch zusammenfassen zu lassen.
Stabilisierte Videos, etwas mehr Ausdauer
Mit Blick auf die allgemeine Ausstattung ist vor allem erfreulich, dass das ROG Phone 8 Pro Qi-Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt. Außerdem ist im Gegensatz zum ROG Phone 7 bereits Bluetooth 5.4 an Bord. Auf einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für die Verbindung zu kabelgebundenen Kopfhörern müssen Gamer auch bei ASUS aktuellem Gaming-Smartphone nicht verzichten. 5G und Wifi 6 sind ebenfalls verfügbar, genauso wie Dual-SIM-Unterstützung. Wie alle ASUS-Smartphones erhält das ASUS ROG Phone 8 zwei große Android-Updates und vier Jahre Sicherheitsupdates – wird also bis Android 16 aktualisiert und bekommt Sicherheitsupdates bis 2028.
RGB, Klinke, Updates – alles dabei
Auch optisch hebt sich das ROG Phone 9 Pro von der Konkurrenz ab: Die Rückseite ziert ein AniMe-Vision-Plus-Logo mit 648 Mini-LEDs – beinahe doppelt so viele wie beim 8 Pro. Dieses kann nicht nur individuell angepasst, sondern auch für Minispiele oder Statusanzeigen verwendet werden. Die Materialien entsprechen weiterhin dem gewohnten Premiumstandard: Aluminiumrahmen, Gorilla Glass Victus vorn, Gorilla Glass 3 hinten. Der 3,5-mm-Klinkenanschluss bleibt erhalten, ebenso wie Dual-SIM-Support, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4.
Wie bei den Vorgängern garantiert Asus auch hier zwei große Android-Updates sowie vier Jahre Sicherheitsupdates. Das Gerät wird mit Android 15 ausgeliefert und soll bis Android 17 unterstützt werden. Farblich stehen diesmal Rebel Grey und Phantom Black zur Wahl – eine weiße Version bleibt weiterhin außen vor.
FAQ – häufig gestellte Fragen zu ASUS-Smartphones
Die Entscheidung zwischen Zenfone und ROG Phone hängt vor allem davon ab, wie das Smartphone genutzt wird. Wer nur gelegentlich am Handy zockt, kann auf Gaming-Features wie Schulter-Trigger oder aktive Kühlung getrost verzichten. Ein Zenfone ist in diesem Fall die bessere Wahl, weil es im Alltag eine genauso gute Performance liefert — und das zu einem deutlich günstigeren Preis. Wer sein Smartphone in erster Linie als Gaming-Maschine benutzt, ist bei den ROG Phones mit ihren 120/144-Hz-Displays und speziellen Game-Modi jedoch besser aufgehoben.
Asus-Smartphones – egal ob Zenfones oder ROG Phones – sind nicht unbedingt für ihre starke Kameraausstattung bekannt. Im Vergleich zu den Spitzenmodellen von Samsung, Apple und Co. sind beide Modellreihen eher mittelmäßig aufgestellt. Vergleicht man die Kameraeigenschaften der aktuellsten Zenfone- und ROG-Phone-Modelle, fallen kaum Unterschiede auf. Beide setzen auf eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit 6-Achsen-Hybrid-Gimbal, eine 13-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und eine 32-Megapixel-Telekamera mit 3-fach-Zoom. Das ROG Phone 9 Pro bietet jedoch einen KI-gestützten HyperClarity-Zoom und eine verbesserte RGBW-Frontkamera, wodurch es bei Selfies und Zoom-Aufnahmen leicht im Vorteil ist.
Als Hersteller, der sich mit seinen Smartphones gezielt an Gamer richtet, steht Asus auf dem Markt nahezu allein da. Als unmittelbarer Konkurrent zu erwähnen wäre vor allem das Redmagic 9 Pro, das im November 2023 veröffentlicht wurde. Das Gaming-Handy kommt mit 16 Gigabyte DDR5X RAM, setzt jedoch noch auf den Qualcomm-SoC der letzten Generation (Snapdragon 8 Gen 2). Das 6,8-Zoll-AMOLED-Display ist mit 120 Hertz nicht ganz so flott wie bei den ROG Phones.
Ähnlich wie die Asus-ROG Phones bietet das Redmagic 9 Pro integrierte Schultertasten und ein eingebautes Kühlsystem mit einem aktiven Lüfter und einer Vapor Chamber, die dafür sorgen, dass das Smartphone auch bei langen Gaming-Sessions nicht überhitzt. Im Vergleich zu den aktuellen ROG-Phones ist das Redmagic 9 Pro etwas günstiger.
Ähnlich wie die Asus-ROG Phones bietet das Redmagic 9 Pro integrierte Schultertasten und ein eingebautes Kühlsystem mit einem aktiven Lüfter und einer Vapor Chamber, die dafür sorgen, dass das Smartphone auch bei langen Gaming-Sessions nicht überhitzt. Im Vergleich zu den aktuellen ROG-Phones ist das Redmagic 9 Pro etwas günstiger.
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