Entscheidend für die Eignung eines Mikrofons ist die Richtcharakteristik, die darüber bestimmt, aus welcher Richtung das Mikrofon den Schall aufnimmt. Welche Charakteristik sich für welchen Zweck eignet, erläutern wir im unteren Teil des Ratgebers. Dort gehen wir auch auf die Unterschiede zwischen Kondensatormikrofonen sowie dynamischen USB-Mikrofonen ein und klären über die wichtigsten technischen Aspekte, Anschlüsse und Bedienelemente auf.
Im nun folgenden Hauptteil präsentieren wir unsere Testberichte zu fünf unterschiedlichen USB-Mikrofonen. Dabei gehen wir nicht nur auf die Aufnahmequalität ein, sondern legen auch unsere Einschätzung der Verarbeitungsqualität sowie Bedienung dar und gehen auf sonstige Besonderheiten ein. Unser Vergleichstest beinhaltet Modelle aller Richtcharakteristiken und hält für jeden Zweck ein geeignetes PC-Mikrofon bereit.
Testsieger: Røde NT-USB+ – USB-Mikrofon für Studioaufnahmen
Auf der Suche nach einem hochwertigen USB-Mikrofon, das auch ohne Audio-Interface oder Mischpult Audioaufnahmen in Studioqualität erstellen kann, ist das Modell NT-USB+ von Røde eine geeignete Wahl. Es handelt sich um ein Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik, das im Test eine hervorragende Aufnahmequalität erreicht hat und sich damit den Testsieg sichern konnte.
Design und Verarbeitungsqualität
Geliefert wird das Røde-Mikrofon mit einem Standfuß, einem Popschutz und einem drei Meter langen USB-C-zu-USB-C-Kabel. Ein USB-C-auf-USB-A-Adapter liegt dem Lieferumfang leider nicht bei. Wer am PC keinen USB-C-Anschluss hat, muss sich also noch einen entsprechenden Adapter anschaffen. Die Verarbeitungsqualität des Mikrofons ist von höchster Güte. Das Aufnahmegerät ist komplett aus Metall gefertigt, liegt schwer in der Hand und macht insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck. Dieser hat sich bei dem beiliegenden Standfuß, der komplett aus einem leicht biegsamen Kunststoff besteht, leider nicht fortgesetzt. Ein Stativadapter für die Befestigung an einem Mikrofonarm wurde bedauerlicherweise ebenfalls nicht mitgeliefert.
Im Vergleich zu den meisten anderen USB-Mikrofonen, die sich überwiegend an Gamer, Streamer oder Podcaster richten, hebt sich das NT-USB+ optisch etwas hervor. Das Mic zeigt ein schlichtes, aber professionelles Design, mit dem es im Aufnahmestudio keinesfalls fehl am Platz wirkt. RGB-Beleuchtung bringt das Røde-Modell nicht mit. Das Kapselgehäuse leuchtet blau, wenn das Mikrofon eingeschaltet ist. Konfigurationsmöglichkeiten gibt es für die Beleuchtung allerdings nicht.
Bedienung und Software
Ausgestattet mit einem Kopfhöreranschluss ermöglicht das NT-USB+ nach unserer Testerfahrung latenzfreies Monitoring und eine direkte Kontrolle der eigenen Aufnahme. Das heißt, Nutzer können ihr eigenes Mikrofonsignal in Echtzeit abhören und gezielt optimieren. Dafür steht an der rechten Seite des Mikrofons ein Mix-Regler zur Verfügung. Außerdem bringt das Røde-Mikrofon auch einen Gain-Regler mit, über den sich die Empfindlichkeit der Mikrofonkapsel steuern lässt. Was dem Premium-Modell von Røde fehlt, ist eine Mute-Taste zum schnellen Stummschalten direkt am USB-Mikrofon – ein Nachteil, der vor allem während des Gamings oder Streamings zum Tragen kommen dürfte, wo das Mic oftmals kurzfristig stummgeschaltet werden muss – etwa wenn das Telefon klingelt oder ein unerwartetes Hintergrundgeräusch die Aufnahme stören könnte.
Tiefergehende Einstellungen sind über die Røde-Central-Software möglich. Hier können Nutzer den Hochpassfilter aktivieren, um tieffrequente Störgeräusche wie Rumpeln oder Trittschall zu reduzieren. Außerdem lässt sich ein Noise Gate zuschalten, das Hintergrundgeräusche automatisch ausblendet, sobald kein Sprachsignal anliegt. Für eine klangliche Feinabstimmung bietet die Software zudem einen parametrischen Equalizer sowie einen Kompressor, mit dem sich die Dynamik der Stimme optimieren lässt. Wer eine besonders satte und präsente Sprachaufnahme bevorzugt, kann außerdem den Aphex-Audio-Prozessor aktivieren, der mit Effekten wie Aural Exciter und Big Bottom das Klangbild weiter veredelt. Zusätzlich stehen Røde Connect und die RødeReporter-App zur Verfügung. Røde Connect ist eine Software für einfache Mehrspuraufnahmen und Streaming, die mehrere Røde-USB-Mikrofone verwalten kann, während die RødeReporter-App eine mobile Lösung für Aufnahmen und Pegelanpassungen direkt auf dem Smartphone oder Tablet bietet.
Die Ersteinrichtung des NT-USB+ hat im Test einwandfrei funktioniert. Das USB-Mikrofon ist Plug-and-Play-fähig und wird ohne Treiberinstallation vom Computer erkannt. Anhand der technischen Daten wird deutlich, dass es sich hierbei um kein normales Gaming- oder Streamingmikrofon handelt. Neben der breiten Frequenzabdeckung fällt vor allem der große Geräuschspannungsabstand auf, bei dem ein sauberes Signal mit minimalem Eigenrauschen zu erwarten ist – und das bestätigt auch unsere Testerfahrung. Erst bei maximaler Pegeleinstellung konnten wir ein geringfügiges Rauschen feststellen. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass Røde hier einen Vorverstärker verbaut hat – den Røde Revolution Preamp –, der das Signal verstärkt und für eine verbesserte Klangqualität sorgt.

- Geräuschspannungsabstand: 97
- Maximaler Schalldruckpegel: 118 dB
- Empfindlichkeit: keine Angaben
- Frequenzbereich: 20 bis 20.000 Hz
Aufnahmequalität
Was die Aufnahmequalität angeht, überzeugte das Røde NT-USB+ auf ganzer Linie. Ob hohe oder tiefe, laute oder leise Stimmen – das Kondensatormikrofon lieferte stets klare Aufnahmen mit hoher Dynamik. Dank seiner Nierencharakteristik eignet es sich besonders für Gesang oder Solo-Instrumente, da es gezielt Schall von vorne aufnimmt und Hintergrundgeräusche reduziert. Für Podcaster ist das USB-Mikrofon nicht die beste Wahl, da die gerichtete Richtcharakteristik es schwieriger macht, mehrere Sprecher gleichzeitig aufzunehmen – ein ständiges Neupositionieren wäre erforderlich. Hier sind Modelle wie das JBL Quantum Stream Stereo oder das Blue Yeti Nano, die eine umschaltbare Richtcharakteristik bieten, eine bessere Option. Für Gaming- oder Streamingzwecke ist das NT-USB+ durchaus geeignet, doch angesichts des Preises darf man sich hier die Frage stellen, ob es ein günstigeres Modell wie das Logitech G Yeti Orb nicht auch tut.
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JBL Quantum Stream Stereo – vielseitig einsetzbares USB-Mikrofon mit drei Richtcharakteristiken & Stereo-Modus
Das JBL Quantum Stream Stereo ist ein Kondensatormikrofon, das sich in erster Linie durch seine Vielseitigkeit auszeichnet – es lässt sich mit drei verschiedenen Richtchrakteristiken betreiben. Was die Aufnahmequalität angeht, kann es zwar nicht ganz mit dem Røde NT-USB+ mithalten, im Hinblick auf die Einsatzmöglichkeiten bietet das Quantum Stream Stereo jedoch eine unübertroffene Vielzahl an Optionen. Es eignet sich für Gaming, Streaming oder Podcasting. Dank Stereo-Modus ist das JBL-Mikrofon auch für Musikaufnahmen gut zu gebrauchen.
Design und Verarbeitungsqualität
Die Verarbeitungsqualität des JBL Quantum Stream Stereo ist tadellos. Das USB-Mikrofon wird mit einem vormontierten Standfuß geliefert und ist komplett aus Metall gefertigt. Hier gab es nichts zu bemängeln. Ein Stativadapter ist hier allerdings nicht mit dabei. Wer vorhat, sein Aufnahmegerät an einem Mikrofonarm zu befestigen, hat hier also das Nachsehen. Auf dem werksseitig angebrachten Standfuß steht das Quantum Stream Stereo jedoch sehr stabil. Auch optisch macht das JBL-Mikrofon einiges her – zumindest wenn man RGB-Beleuchtung mag. Davon bietet das JBL-Mic nämlich jede Menge. Neben einem Leuchtring an der Oberseite ist auch der Drehregler an der Front beleuchtet. Beide Leuchtsegmente lassen sich per Software individuell konfigurieren.
Bedienung und Software
Das JBL Quantum Stream Stereo ist mit einem Kopfhöreranschluss ausgestattet, der das Mikrofon-Monitoring ermöglicht. Besonders praktisch finden wir die Bedienung. Über den Drehregler an der Vorderseite lässt sich sowohl die Lautstärke der Kopfhörer als auch die des Mikrofons einstellen. Zudem dient der Regler während des Monitorings auch zum Abmischen. Der LED-Leuchtring zeigt dabei die eingestellte Lautstärke an, was nicht nur praktisch ist, sondern auch futuristisch aussieht. Zudem dient er als Indikator für eine zu hohe Lautstärke. Ist die Lautstärke in Ordnung, leuchtet der Indikator grün, im Grenzbereich gelb und bei zu hoher Lautstärke rot.
Unterhalb des Drehreglers ist das Quantum Stream Stereo mit sechs kleinen LED-Indikatoren versehen, die die ausgewählte Richtcharakteristik sowie die Aktivität von Mikrofon und Kopfhörern signalisieren. Für weiterführende Einstellungen stellt der Hersteller die JBL-Quantumengine-Software zur Verfügung. Diese dient nicht nur zur Anpassung des Gain-Levels und der Mikrofonempfindlichkeit, sondern erlaubt auch die Echtzeit-Monitoring-Steuerung. Darüber hinaus lässt sich über das Programm die RGB-Beleuchtung beliebig anpassen.
Die Ersteinrichtung des Quantum Stream Stereo erfordert nur wenige Minuten. Das USB-Mikrofon ist Plug-and-Play-fähig – wird nach der Verbindung per USB-Kabel also automatisch vom PC erkannt. Das mitgelieferte USB-C-auf-USB-A-Kabel ist mit 290 Zentimetern erfreulich lang. Auch die technischen Daten des JBL-Mikrofons können sich sehen lassen:

- Geräuschspannungsabstand: 90 Dezibel
- Maximaler Schalldruckpegel: 110 Dezibel
- Empfindlichkeit: -37 Dezibel
- Frequenzbereich: 50 bis 16.000 Hertz
Aufnahmequalität
Unser Monitoring-Test ergab keinerlei wahrnehmbare Verzögerung. Die Aufnahmequalität hinterlässt insgesamt einen sehr guten Eindruck. Sprachaufnahmen waren bemerkenswert klar und wiesen in allen Tonlagen eine gute Dynamik auf. Nur bei sehr lauter oder tiefer Stimme hat das USB-Mikrofon leicht übersteuert, was sich durch Pop-Geräusche bemerkbar machte. In solchen Fällen könnte ein Popschutz Abhilfe schaffen, der beim Quantum Stream Stereo allerdings weder mitgeliefert wurde, noch separat erhältlich ist. Nichtsdestotrotz eignet sich das JBL-Mikrofon nach unserer Einschätzung auch für Aufnahmen von Gesang oder Instrumenten, insofern hier keine hochprofessionellen Studioanforderungen gestellt werden.
Die Kerneigenschaft des Quantum Stream Stereo ist die Fähigkeit, mit vier verschiedenen Richtcharakteristiken betrieben zu werden. Die standardmäßig eingestellte Nierencharakteristik nimmt gesprochene Worte frontal auf und blendet Umgebungsgeräusche weitgehend aus – optimal für Streaming, Gaming oder Podcasts mit einem Sprecher. Die Achtcharakteristik (bidirektional) nimmt Töne von vorne und hinten auf, was zum Beispiel für Interviews nützlich sein kann. Aufnahmen mit Kugelcharakteristik (omnidirektional) zeichnen Schall aus allen Richtungen auf, was nicht nur für Gruppengespräche, sondern auch für Raumklangaufnahmen oder natürliche Ambient-Sounds praktisch ist.
Die namensgebende Stereo-Funktion des JBL Quantum Stream ermöglicht es, den linken und rechten Kanal separat aufzunehmen, was bei Musikaufnahmen oder Podcasts von Vorteil ist, um Instrumente oder Stimmen präzise im Stereo-Panorama zu positionieren. Im Test hat das gut funktioniert und einen spürbaren Stereo-Effekt erzeugt. In der omnidirektionalen Einstellung, die für Stereo-Aufnahmen genutzt wird, neigt das Mikrofon allerdings dazu, Umgebungsgeräusche stärker einzufangen. Für optimale Ergebnisse benötigt der Stereo-Modus daher eine möglichst ruhige Umgebung.
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Blue Yeti Nano – USB-Mikrofon mit Nieren- und Kugelcharakteristik
Das Modell Yeti Nano stammt von Blue Microphones – einer Marke von Logitech, die ihren Fokus mehr auf professionelle Audioaufnahmen als auf Streaming und Gaming legt. Das Yeti Nano zeichnet sich vor allem durch seine umschaltbare Richtcharakteristik aus. Das Kondensatormikrofon lässt sich sowohl mit einer Nierencharakteristik betreiben, so dass Töne nur von vorne aufgezeichnet werden, als auch mit einer omnidirektionalen Kugelcharakteristik, die Schall aus allen Richtungen aufnimmt. Damit eignet sich das Modell nicht nur für Streams und Podcasts, sondern auch für Konferenzgespräche.
Design und Verarbeitungsqualität
Die Verarbeitungsqualität des Yeti Nano wirkt hochwertig. Sowohl das USB-Mikrofon als auch der Standfuß sind aus Metall gefertigt. Dadurch fühlt sich das Mikrofon nicht nur wertig an, sondern es steht auch sicher auf dem Tisch. Einen kleinen Pluspunkt gibt es für den Kabelkanal am Standfuß. Praktisch ist auch, dass dem Lieferumfang ein Stativadapter beiliegt, so dass sich das Yeti Nano bei Bedarf auch an einem Mikrofonarm befestigen lässt. Einen Popschutz sucht man im Lieferumfang des Blue-Mikrofons allerdings vergebens.
Ein Ausstattungsmerkmal, das vor allem Streamer, Podcaster und Musiker erfreuen dürfte, ist der integrierte Kopfhöreranschluss. Dieser ermöglicht ein Monitoring in Echtzeit, so dass Nutzer ihre eigene Stimme oder andere Audioeingaben verzögerungsfrei über Kopfhörer abhören und die Klangqualität direkt anpassen können. Im Test konnten wir dabei tatsächlich keinerlei wahrnehmbare Latenz feststellen.
Bedienung und Software
Ebenfalls nützlich ist der Gain-Regler an der Vorderseite des Mikrofons, der gleichzeitig als Mute-Taste dient. Dort findet sich auch die einzige Beleuchtung des Yeti Nano. Ist das Mikrofon aufnahmebereit, leuchtet ein LED-Ring am Gain-Regler grün. Wird die Mute-Taste gedrückt, wechselt die Farbe auf Orange. Eine weitere Taste findet sich an der Rückseite des Mikrofons. Dabei handelt es sich um eine Pattern-Taste, die dem Umschalten zwischen Nieren- und Kugelcharakteristik dient.
Da es sich bei Blue um eine Marke von Logitech handelt, kommt für tiefergehende Einstellungen Logitechs G-Hub-Software zum Einsatz. Auch Logitechs Blue-Voice-Funktion ist bei dem Yeti Nano mit an Bord – eine softwarebasierte Technologie zur Stimmverbesserung, die es Nutzern ermöglicht, ihre Mikrofonaufnahmen in Echtzeit zu optimieren. Dazu gehören Equalizer, Kompression, De-Esser und Noise Reduction, die speziell für Streaming, Podcasting und Sprachaufnahmen optimiert sind. Zudem steht eine Reihe an Stimmfiltern zur Verfügung – zum Beispiel „Demon“, „Roboter“ oder „Flüstern“.
Das Blue Yeti Nano ist Plug-and-Play-fähig: Einfach per USB-Kabel verbinden und der PC erkennt das USB-Mikrofon automatisch. Schade ist, dass Blue hier noch auf den mittlerweile veralteten Micro-USB-Standard setzt. Ein weiteres Manko: Das beiliegende Kabel misst nur 1,8 Meter, was vergleichsweise kurz ist. Schaut man sich die technischen Daten an, wird klar, dass das Yeti Nano Studioanforderungen nicht gerecht wird. Dafür kommt im Testfeld nur das Røde NT-USB+ infrage. Für einfache Gesangs- oder Instrumentenaufnahmen ohne Profi-Anspruch ist das Blue-Mikrofon aber durchaus geeignet – genauso wie für Streaming, Gaming oder Podcasting. Das bestätigt auch unsere Testerfahrung.

- Geräuschspannungsabstand: 72 Dezibel
- Maximaler Schalldruckpegel: 120 Dezibel
- Empfindlichkeit: -50 Dezibel
- Frequenzbereich: 20 bis 20.000 Hz
Aufnahmequalität
Was die Aufnahmequalität anbelangt, hat das Yeti Nano Stärken und Schwächen. Bei geringer bis moderater Lautstärke bietet es eine sehr gute Sprachqualität ohne merkliches Grundrauschen oder Störgeräusche. Auch mit hohen Tönen kam das Kondensatormikrofon im Test gut zurecht. Ausbaufähig war die Aufnahmequalität bei hoher Lautstärke und tiefen Tönen, wobei teilweise metallische Nebengeräusche zu hören waren. Positiv ist, dass bei der Nutzung mit Nierencharakteristik seitliche Störgeräusche effektiv blockiert wurden. Das Tippen auf der Tastatur, die sich in unmittelbarer Nähe zum USB-Mikrofon befand, war aber trotzdem zu hören. Auch im omnidirektionalen Betrieb hat das Yeti Nano gute Arbeit geleistet, was es zu einer guten Wahl für Gruppenanrufe oder Podcasts mit mehreren Sprechern macht.
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Logitech G Yeti GX – dynamisches Mikrofon mit Supernierencharakteristik für einzelne Sprecher
Das Logitech G Yeti GX ist unter den getesteten Modellen das einzige dynamische USB-Mikrofon. Das heißt, es ist weniger empfindlich gegenüber Umgebungsgeräuschen, erzielt im Vergleich zu einem Kondensatormikrofon wie dem Røde NT-USB+ jedoch keine so hohe Detailtreue. Das bestätigen auch unsere Testergebnisse. Logitech setzt hier auf eine Supernierencharakteristik. Damit hat das Mic einen sehr schmalen Aufnahmewinkel, was eine exakte Ausrichtung erfordert, jedoch eine effektivere Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen ermöglicht. Damit ist das G Yeti GX vor allem für Gaming, Streaming oder Podcasting interessant. Für Gesang oder Instrumentalaufnahmen können wir das Mikrofon nicht empfehlen.
Design und Verarbeitungsqualität
In puncto Verarbeitungsqualität gibt es bei dem G Yeti GX absolut nichts zu bemängeln. Sowohl der Tischfuß als auch das USB-Mikrofon selbst bestehen aus Metall und fühlen sich sehr hochwertig an. Dank des Gelenks am Standfuß lässt es sich flexibel in unterschiedlichen Winkeln arretieren. Auf seinem vormontierten Fuß hat das Aufnahmegerät einen sehr sicheren Stand. Bei Bedarf lässt es sich jedoch auch an einem Mikrofonarm montieren. Dafür liegt dem Lieferumfang ein entsprechender Stativadapter bei. Auch optisch macht das in Schwarz oder Weiß erhältliche Logitech-Mikrofon mit seinem asymmetrischen und geschwungenen Standfuß einiges her. RGB-Beleuchtung ist ebenfalls an Bord – sowohl an der Unterseite der Mikrofoneinheit als auch am Logitech-Logo.
Bedienung und Software
Das Logitech G Yeti GX ist mit einem Gain-Regler und einer Mute-Taste versehen. Ein Kopfhöreranschluss zum Zwecke des Echtzeit-Monitorings ist bei diesem USB-Microfon allerdings nicht verfügbar. Für tiefergehende Einstellungen stellt Logitech die G-Hub-Software zur Verfügung. Diese dient in erster Linie der Konfiguration der Blue-Voice-Funktion, mit der sich die Stimme mithilfe von Echtzeit-Filtern optimieren lässt – Equalizer, Rauschunterdrückung, Kompression und verschiedene Stimmprofile. Außerdem lässt sich über die Software auch die RGB-Beleuchtung konfigurieren. Dank Lightsync-Unterstützung lässt sich die Beleuchtung auch mit anderen Logitech-Geräten synchronisieren.
Die Installation erfolgt nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Der PC erkennt das G Yeti GX automatisch, sobald es per USB-Kabel verbunden wird. Schade fanden wir nur, dass das beiliegende USB-C-auf-USB-A-Kabel mit einer Länge von zwei Metern relativ kurz ist. Im Hinblick auf die technischen Daten steht es aber gut da. Auffällig ist der hohe maximale Schalldruckpegel, mit dem es in der Lage ist, sehr laute Geräusche klar aufzunehmen. Der Frequenzbereich ist vergleichsweise klein, was für Musikaufnahmen ungünstig ist, beim Aufzeichnen von gesprochenen Worten jedoch weniger ins Gewicht fällt.

- Geräuschspannungsabstand: 78 Dezibel
- Maximaler Schalldruckpegel: 135 Dezibel
- Empfindlichkeit: keine Angaben
- Frequenzbereich: 60 bis 18.500 Hz
Aufnahmequalität
Im Praxistest erzielte das G Yeti GX eine sehr hohe Aufnahmequalität. Wichtig war hierbei jedoch ein gleichbleibender Abstand zum Mikrofon sowie eine exakt zentrierte Ausrichtung zum Sprecher. Bei zu geringem oder zu hohem Abstand wirkten die Aufnahmen dumpf beziehungsweise dünn und leise. Aufgrund der Supernierencharakteristik klangen die Aufnahmen außerdem leicht gedämpft, wenn der Sprecher nicht exakt frontal in das USB-Mikrofon sprach. Unter den genannten Voraussetzungen lieferte das Logitech-Mikrofon jedoch durchweg klare und dynamische Audioaufnahmen in allen Lautstärken und Tonlagen. Ein Grundrauschen konnten wir nur bei hoher Pegeleinstellung feststellen. Probleme mit lauten oder tiefen Stimmen hatte das G Yeti GX im Gegensatz zum JBL Quantum Stream Stereo oder Blue Yeti Nano nicht.
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Logitech G Yeti Orb – kompaktes USB-Mikrofon für Gaming, Streaming oder Podcasting
Das Logitech Orb ist ein günstiges Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik, das sich in erster Linie an Streamer oder Gamer richtet. Professionellen Studioanforderungen wird die Aufnahmequalität nicht gerecht. Für die meisten Alltagssituationen ist das kompakte PC-Mikrofon jedoch gut geeignet.
Design und Verarbeitungsqualität
Was zuerst auffällt, sind die kompakten Ausmaße. Das Logitech Orb steht auf einem Tripod-Ständer und ist gerade einmal 19,6 Zentimeter hoch, was für Videoaufnahmen, Streams oder Videocalls durchaus nützlich ist. Durch sein kompaktes Design lässt sich das Mikrofon problemlos so positionieren, dass es das Sichtfeld der Kamera nicht stört. Außerdem nimmt es nicht viel Platz auf dem Schreibtisch ein. Was die Verarbeitungsqualität angeht, ist bei dem günstigen Mikrofon von Logitech allerdings noch Luft nach oben. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen, die zu großen Teilen oder gar komplett aus Metall gefertigt sind, besteht das G Yeti Orb aus Kunststoff. Der Ständer war etwas wackelig. In Verbindung mit dem geringen Gewicht von nur 230 Gramm steht das USB-Mikrofon nicht besonders sicher auf dem Tisch.
Optisch hebt sich das Logitech-Mikrofon deutlich von vergleichbaren Modellen ab, was vor allem an der kugelrunden Mikrofoneinheit liegt. Das G Yeti Orb bringt auch RGB-Beleuchtung mit, wenngleich diese hier eher dezent ausfällt. Beleuchtet ist nämlich nur das Logitech-Logo an der Oberseite des Mikrofons. Darüber findet sich eine Status-LED, die den Betriebszustand signalisiert. Dank Lightsync-Funktion lässt sich die Beleuchtung auch mit anderen Peripheriegeräten von Logitech synchronisieren.
Bedienung und Software
Ausbaufähig ist bei dem G Yeti Orb nicht nur die Verarbeitungsqualität, sondern auch die Bedienung. Logitech verzichtet hier auf eine Mute-Taste oder einen Gain-Regler. Einstellungen lassen sich ausschließlich über die Logitech G-Hub-Software vornehmen. Diese ermöglicht die Anpassung der Empfindlichkeit und das Vornehmen von verschiedenen Equalizer-Voreinstellungen, mit denen sich der Klangcharakter für Sprache, Streaming oder Gaming optimieren lässt. Darüber hinaus lässt sich über die Software Logitechs Blue-Voice-Funktion ein- und ausschalten sowie optimieren. Das ist eine von Logitech entwickelte Audio-Technologie, die verschiedene Filter und Effekte nutzt, um die Sprachqualität zu verbessern.
Die Einrichtung funktioniert nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Im Test konnten wir das USB-Mikrofon einfach via USB mit dem PC verbinden, woraufhin es sofort erkannt wurde. Das beiliegende USB-Kabel ist mit zwei Metern allerdings vergleichsweise kurz. Mit Blick auf die technischen Daten eignet sich das Logitech G Yeti Orb gut für Sprachaufnahmen, Videocalls und Podcasts, ist in einer professionellen Studioumgebung aber fehl am Platz:

- Geräuschspannungsabstand: 72
- Maximaler Schalldruckpegel: 117 Dezibel
- Empfindlichkeit: keine Angaben
- Frequenzbereich: 70 bis 20.000 Hz
Aufnahmequalität
In normalen Sprachaufzeichnungen leistete das G Yeti Orb gute Arbeit. Bei moderater Lautstärke waren die Aufnahmen angenehm klar und wiesen nur ein geringfügiges Grundrauschen auf. Wenn gesprochene Worte lauter oder die Töne höher wurden, war jedoch ein leichtes Echo zu vernehmen. Zudem ist uns aufgefallen, dass sehr tiefe Töne teilweise unvollständig und etwas verschwommen klangen. Das dürfte auf die geringe Frequenzabdeckung im Tieftonbereich zurückzuführen sein – keine optimalen Voraussetzungen für die Aufnahme von Gesang oder Instrumenten. In einer normalen Gesprächsführung fällt das jedoch kaum auf, womit das G Yeti Orb für Gaming, Streaming oder Podcasting dennoch gut geeignet ist.
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Was gibt es beim Kauf eines USB-Mikrofons zu beachten
Um ein Mikrofon zu finden, das den Anforderungen des geplanten Einsatzzwecks gerecht wird, gilt es vor dem Kauf, einige Punkte zu beachten. Musiker blicken dabei auf andere Gesichtspunkte als Gamer oder Streamer. Auch für Podcaster gibt es einiges zu beachten. Die wichtigsten Eigenschaften erklärt der folgende Abschnitt.
Der richtige Mikrofontyp
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Kondensatormikrofonen und dynamischen Mikrofonen. Die Unterschiede liegen hier in der Bauweise und dem Klangverhalten, woraus sich wiederum unterschiedliche Einsatzzwecke ergeben. Ein Kondensatormikrofon arbeitet mit einer elektrisch geladenen Membran, die bereits auf feinste Schallwellen reagiert. Dadurch kann es Klangdetails besonders präzise erfassen und bietet einen klaren, natürlichen Sound mit einer hohen Empfindlichkeit. Diese Feinheit macht es ideal für Studioaufnahmen, Gesang und Sprachaufnahmen. Es gibt allerdings auch Nachteile: Kondensatormikrofone sind anfälliger für Umgebungsgeräusche und reagieren empfindlicher auf Erschütterungen sowie Feuchtigkeit.
Dynamische Mikrofone erzeugen ihr Tonsignal mithilfe einer robusten Schwingspule, die an einer Membran befestigt ist und sich in einem Magnetfeld bewegt. Wenn Schallwellen die Membran in Schwingung versetzen, bewegt sich auch die Spule und erzeugt so eine elektrische Spannung, die in ein Audiosignal umgewandelt wird. Diese Technik ist weniger empfindlich gegenüber Umgebungsgeräuschen und hohen Schalldruckpegeln, weshalb dynamische Mikrofone oft bei Live-Auftritten, Bühnenanwendungen oder der Abnahme von lauten Instrumenten wie Gitarrenverstärkern oder Schlagzeugen eingesetzt werden. Da das elektrische Signal rein mechanisch durch Induktion erzeugt wird, kommen dynamische Mikrofone ohne externe Stromversorgung aus. Zudem sind sie mechanisch widerstandsfähiger. Allerdings erfassen sie keine so feinen Klangnuancen und haben einen eingeschränkten Frequenzbereich, was sie für hoch detaillierte Studioaufnahmen weniger geeignet macht.

Die geeignete Richtcharakteristik
Die Richtcharakteristik bestimmt, aus welchen Richtungen das Mikrofon Schall bevorzugt aufnimmt und welche Bereiche es ausblendet. Damit ist sie entscheidend, um unerwünschte Hintergrundgeräusche zu minimieren und die gewünschte Klangquelle optimal einzufangen – hat also eine wichtige Bedeutung für den Einsatzzweck.
Nierencharakteristik (Cardioid)
Mikrofone mit Nierencharakteristik sind nur für Schallquellen direkt vor dem Aufnahmegerät empfindlich, während sie seitlichen und rückwärtigen Schall weitgehend ausblenden. Dadurch eignen sie sich ideal für Podcasts, Gesangsaufnahmen und Sprachaufnahmen in geschlossenen Räumen.
Kugelcharakteristik (Omnidirektional)
Ein Mikrofon mit Kugelcharakteristik nimmt Schall gleichmäßig aus allen Richtungen auf, ohne bestimmte Bereiche auszublenden. Dadurch eignet es sich gut für Interviews mit mehreren Personen. Auch für Raumklangaufnahmen, die eine gewisse Natürlichkeit vermitteln sollen, sind omnidirektionale Mikrofone eine gute Wahl. Der Nachteil: Modelle mit Kugelcharakteristik nehmen auch Umgebungsgeräusche und Nachhall auf, weshalb sie für den Einsatz in lauten Umgebungen keine optimalen Voraussetzungen bieten.
Achtcharakteristik (Bidirektional)
Mikrofone mit Achtcharakteristik nehmen Schall gleichzeitig von vorne und hinten auf, während seitlich eintreffender Schall ausgeblendet wird. Das macht sie besonders nützlich für Interviews mit zwei Personen. Hier kann ein bidirektionales Mikrofon als Ersatz für zwei Mikrofone für jeden Sprecher genutzt werden.
Technische Eigenschaften
Um die Aufnahmequalität und die Eignung für den gewünschten Einsatzzweck zu beurteilen, lohnt sich vor dem Mikrofon-Kauf ein Blick auf verschiedene technische Eigenschaften. Die folgenden vier Parameter sind dabei besonders relevant:
Geräuschspannungsabstand (SNR)
Der Geräuschspannungsabstand – auch Signal-Rausch-Verhältnis (Signal-to-Noise Ratio) beziehungsweise SNR genannt – gibt an, wie sauber das Signal im Verhältnis zum Eigenrauschen des Mikrofons ist. Ein hoher SNR-Wert, idealerweise über 80 dB, bedeutet, dass das Mikrofon wenig Rauschen erzeugt und damit gute Voraussetzungen für Studio- oder professionelle Sprachaufnahmen bietet. Liegt der Wert unter 70 dB, ist mit einem deutlich hörbaren Eigenrauschen und einer entsprechenden Beeinträchtigung der Klangqualität zu rechnen.
Maximaler Schalldruckpegel (SPL)
Anhand des maximalen Schalldruckpegels lässt sich erkennen, wie laut die Schallquelle sein darf, bevor das Mikrofon mit Verzerrungen oder Übersteuerungen reagiert. Wer laute Instrumente wie ein Schlagzeug oder eine E-Gitarre aufnehmen möchte, greift am besten zu einem Modell mit einem SPL-Wert von 130 dB oder mehr. Für Sprach- oder Gesangsaufnahmen sind Werte ab 110 dB SPL erfahrungsgemäß vollkommen ausreichend.
Empfindlichkeit
Die Empfindlichkeit eines Mikrofons sagt aus, wie stark es auf Schall reagiert und wie hoch der Ausgangspegel des Signals ist. Angegeben wird der Wert entweder in dBV/Pa (Dezibel Volt pro Pascal) oder mV/Pa (Millivolt pro Pascal). dBV/Pa ist eine logarithmische Einheit, die den Ausgangspegel in Dezibel relativ zu 1 Volt angibt. mV/Pa ist eine lineare Angabe der Spannung, die das Mikrofon bei einem Schalldruck von 1 Pascal ausgibt. Für den direkten Vergleich zwischen Mikrofonen ist die Angabe in mV/Pa intuitiver, da sie eine direkte Vorstellung von der Signalstärke liefert. dBV/Pa ist hingegen für Fachleute und Ingenieure vorteilhaft, da sie besser mit anderen Audiopegeln in Dezibel verrechnet werden kann. Mikrofone mit einer höheren Empfindlichkeit (zum Beispiel -35 dBV/Pa oder 20 mV/Pa) liefern ein lauter ausgegebenes Signal, was besonders bei leisen Schallquellen von Vorteil ist. Modelle mit niedriger Empfindlichkeit (z. B. -55 dBV/Pa oder 1,5 mV/Pa) sind besser für laute Schallquellen geeignet.
Frequenzbereich
Weniger relevant, aber dennoch nicht ganz zu vernachlässigen ist der Frequenzbereich, der angibt, welche Tonhöhen ein Mikrofon erfassen kann. Für Gesang und Sprache reicht meist ein Bereich von 80 Hz bis 15 kHz. Um feine Details bei Studio- oder Instrumentenaufnahmen zu erfassen, sind jedoch erweiterte Frequenzbereiche zwischen 20 Hz und 20 kHz nötig. Wer tiefere Frequenzen – etwa bei Bassaufnahmen – möglichst unverfälscht aufnehmen möchte, sollte darauf achten, dass das Mikrofon auch tiefe Frequenzen bis 30 Hz oder weniger erfassen kann.
Anschlüsse
Wenig verwunderlich: Ein USB-Mikrofon wird per USB-Kabel mit dem PC verbunden. Die meisten Modelle sind dank Plug-and-Play-Funktionalität sofort einsatzfähig – ganz ohne Treiberinstallation. Wichtig zu beachten, ist der Typ des USB-Anschlusses. An der Seite des Mikrofons erfolgt die Verbindung meist per USB-Typ-C, bei älteren Modellen per Micro-USB. An der Seite des PCs kommt häufig ein klassischer USB-Typ-A-Anschluss zum Einsatz. Einige Hersteller setzen hier auch auf USB-Typ-C. Im Gegensatz zu USB-A ist USB-C kleiner und lässt sich beidseitig einstecken. Vor dem Kauf sollten Verbraucher jedoch sicherstellen, dass der PC oder Laptop über einen USB-Typ-C-Anschluss verfügt. Bei älteren Modellen ist das häufig nicht der Fall.
Übrigens: Alternativ zu USB-Mikrofonen gibt es auch Modelle, die per XLR- oder Klinkenkabel verbunden werden. Hier ist meist mit einer besseren Klangqualität zu rechnen. Allerdings erfordert diese Verbindungsart einen Umweg über ein Mischpult oder ein Audio-Interface. Nähere Informationen dazu finden sich im FAQ-Bereich ganz unten in unserem Vergleichstest.
Viele USB-Mikrofone haben neben dem USB-Eingang keinerlei weitere Schnittstellen. Einige Modelle bringen jedoch zusätzlich einen Kopfhöreranschluss mit – und der erfüllt einen wichtigen Zweck. Nutzer können damit das eigene Signal in Echtzeit hören und per Software oder über einen Mix-Regler direkt am Mikrofon nachjustieren. Das wird auch als Monitoring bezeichnet. Das ist zwar auch ohne Kopfhöreranschluss möglich, geht dann aber mit störenden Latenzen beziehungsweise zeitlichen Verzögerungen einher. Ein integrierter Kopfhöreranschluss sendet das Signal direkt vom Mikrofon an die Kopfhörer, wodurch die Umwandlung und Verarbeitung durch den Computer entfällt und eine verzögerungsfreie Wiedergabe möglich wird.
Bedienung
Auch der Bedienkomfort sollte nicht außer Acht gelassen werden. Viele Modelle haben beispielsweise eine Mute-Taste, mit der das Mikrofon schnell stummgeschaltet werden kann – praktisch, um in Streams oder während des Zockens unerwünschte Hintergrundgeräusche auszublenden oder Gespräche kurzzeitig zu unterbrechen, ohne das Mikrofon komplett deaktivieren zu müssen. Ebenfalls praktisch: Ein Empfindlichkeits- bzw. Gain-Regler, der es ermöglicht, die Verstärkung direkt am Mikrofon einzustellen – hilfreich, wenn man die Lautstärke an unterschiedliche Sprach- oder Aufnahmebedingungen anpassen möchte, ohne die Software nutzen zu müssen. Die meisten modernen PC-Mikrofone bieten eine begleitende Software, mit der sich weitere Einstellungen wie Equalizer, Rauschunterdrückung oder Voreinstellungen für verschiedene Anwendungen optimieren lassen.
FAQ – häufig gestellte Fragen zum Thema USB-Mikrofon
Welches ist das beste USB-Mikrofon?
Welches das beste Mikrofon ist, lässt sich pauschal nicht beantworten. Das hängt in hohem Maße vom geplanten Einsatzzweck ab. Wer ein USB-Mikrofon für eine professionelle Studioumgebung sucht, dürfte im Testfeld bei dem Røde NT-USB+ am besten aufgehoben sein. Für Streamer oder Podcaster könnte das Blue Yeti Nano mit seiner umschaltbaren Richtcharakteristik interessant sein. Wer ein vielseitig einsetzbares Mikrofon sucht, das sich auch für Musikaufnahmen ohne professionellen Anspruch eignet, greift eher zum JBL Quantum Stream Stereo. Weitere Modelle stellen wir ebenfalls in unserem Vergleichstext vor.
Wie funktioniert das Mikrofon-Monitoring?
Beim Mikrofon-Monitoring werden die eigene Stimme oder andere Audioeingaben in Echtzeit über Kopfhörer abgehört. Dafür wird das Mikrofonsignal entweder direkt im Mikrofon oder über den Computer zurück an die Kopfhörer geleitet. Direktes Monitoring erfolgt über einen Kopfhöreranschluss am Mikrofon selbst und hat keine wahrnehmbare Verzögerung. Softwarebasiertes Monitoring über den PC kann hingegen eine leichte Latenz verursachen. Das hängt von der Soundkarte und den Treibereinstellungen ab. Viele USB-Mikrofone mit Monitoring-Funktion bieten einen Mix-Regler, um das Verhältnis zwischen eigener Stimme und dem restlichen Sound individuell anzupassen. Alternativ können diese Einstellungen auch per Software vorgenommen werden. So können Nutzer unter verschiedenen Aufnahmebedingungen eine bestmögliche Klangqualität gewährleisten.
Was ist besser: XLR-Mikrofon oder USB-Mikrofon?
XLR-Mikrofone bieten in der Regel eine höhere Klangqualität als USB-Mikrofone, da sie mit externen Audio-Interfaces oder Mischpulten kombiniert werden können, die bessere Vorverstärker bieten und eine saubere Signalverarbeitung ermöglichen. In Studios und professionellen Umgebungen sind XLR-Mikrofone daher der gängige Standard. USB-Mikrofone haben die Signalverarbeitung bereits integriert, was sie einfacher in der Handhabung macht. Für professionelle Tonaufnahmen sind XLR-Mikrofone meist die bessere Wahl. USB-Modelle eignen sich hingegen ideal für einfache Sprachaufnahmen oder Streaming.
Klinkenanschluss oder USB – was ist besser?
USB- und Klinkenmikrofone haben unterschiedliche Stärken. USB-Mikrofone sind einfach zu bedienen, da sie ohne zusätzliches Equipment direkt am PC funktionieren. Sie bieten eine integrierte Signalverarbeitung und ermöglichen oft eine umfassende Softwareoptimierung, sind für Studioaufnahmen aber meist nicht geeignet. Ausnahmen wie das Røde NT-USB+ bestätigen hier die Regel. Klinkenmikrofone lassen sich in professionelle Audio-Setups einbinden, bieten geringe Latenz und mehr Klangkontrolle, benötigen aber meist ein Audio-Interface. Für Streaming und Podcasts ist USB die beste Wahl, während Klinke oder XLR für professionelle Musikaufnahmen besser geeignet sind. Wichtig ist, zwischen 3,5- und 6,3-Millimeter-Klinkenanschlüssen zu unterscheiden. Während der 3,5-mm-Klinkenanschluss hauptsächlich bei Headsets und einfachen Mikrofonen zum Einsatz kommt, wird für professionelle Audio-Setups die 6,3-Millimeter-Klinke genutzt, die dank symmetrischer Signalübertragung meist eine bessere Klangqualität erreicht und eine geringere Störanfälligkeit aufweist.
Für Interessierte gibt es auch bei den Kollegen vom PCGH-Ratgeber einen lesenswerten Artikel zum Thema.
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