Die Gründe für ein schwaches WLAN-Signal sind vielfältig. Entweder sind die Wände zu dick, oder es befinden sich Störquellen zwischen dem Router und dem Notebook oder Smartphone. Dies kann zum Beispiel ein Aquarium sein, da Wasser ein großer Dämpfer für die im WLAN eingesetzten Frequenzen ist. Auch Aufzüge oder eine Mikrowelle können Störungen verursachen, manchmal ist aber auch schlicht die Entfernung zwischen Router und Endgerät zu groß. Mit einem WLAN-Repeater lassen sich all diese Störquellen umgehen, und er sorgt für einen guten Empfang in jeder Ecke. Die meisten Lösungen lassen sich auch ohne Vorkenntnisse mühelos einrichten.

Im einfachsten Fall muss nur die WPS-Taste am WLAN-Router gedrückt werden und der Repeater verbindet sich mit dem drahtlosen Netzwerk. Ab diesem Zeitpunkt wird dann auch das Gebiet um den WLAN-Repeater herum von jedem Gerät als Zugangspunkt für das WLAN erkannt. Dadurch bleiben die Zugangsdaten gleich, wodurch keine neue Konfiguration der mit dem WLAN verbundenen Geräte nötig ist. Eine neuere Entwicklung sind Mesh-Repeater, die über einen reservierten Kanal mit der Basisstation und weiteren Repeatern verbunden sind, wodurch ein noch größeres Netz aufgespannt werden kann.

Sollte der eigene Router keine WPS-Taste haben, könnte das an seinem Alter liegen. Aber auch in diesem Fall ist die Verbindung mit einem WLAN-Repeater schnell eingerichtet. Moderne WLAN-Repeater können auch direkt über eine Smartphone- oder Browser-Anwendung angesprochen werden. Darin lassen sich dann der Name und das Passwort des Routers hinterlegen, woraufhin der Repeater die Verbindung mit dem WLAN herstellen kann und seine Funktion aufnimmt.

Im Anschluss an unsere Empfehlungen wird zudem auf Fragen rund um das Thema “WLAN-Repeater” eingegangen.

AVM FRITZ!Repeater 2400: Einfach zu handhaben

Der AVM FRITZ!Repeater 2400 bietet gleich mehrere Funktionen. Er erweitert auf Wunsch nicht nur das bestehende drahtlose Netzwerk, sondern kann auch das WLAN eines alten Routers komplett ersetzen. So steht der aktuellere Funkstandard des WLAN-Repeaters auch dann zur Verfügung, wenn der alte Router in Betrieb bleiben soll. Dafür muss der Repeater von AVM allerdings über ein Netzwerkkabel angeschlossen werden, wenn er zum Beispiel außerhalb der WLAN-Reichweite des Routers eingesetzt wird.

Im reinen Einsatz als Repeater ist dieses Modell ebenfalls flexibel. Wird hier zum Beispiel lediglich ein Computer per LAN-Kabel an den Repeater gesteckt, kann dieser die Daten mit seinem vollen Frequenzbereich an den Router übertragen. Werden auch andere drahtlose Geräte benutzt, muss der AVM FRITZ!Repeater 2400 seine Bandbreite allerdings aufteilen, wodurch die Geschwindigkeit sinkt.

Die Einrichtung erfolgt ganz einfach über die Verbindungstaste am WLAN-Repeater und den WPS-Knopf am Router. Über ein Browsermenü oder die Fritz!App WLAN lassen sich weitere Einstellungen vornehmen. Das Smartphone hilft außerdem dabei, den besten Standort für den Repeater zu ermitteln. Durch die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und die einfache Einrichtung ist der AVM FRITZ!Repeater 2400 eine gute Wahl für die meisten Einsatzzwecke. Am unkompliziertesten funktioniert er aber in Verbindung mit einer Fritz!Box.

TP-Link RE300: Mehr Reichweite für wenig Geld

Der TP-Link RE300 ist sehr günstig und eignet sich perfekt, um WLAN-Verbindungen zu erweitern. Extras wie ein LAN-Anschluss werden nicht geboten, die Einrichtung ist aber dank Verbindungstaste am WLAN-Repeater und WPA am Router sehr leicht. Leider funktioniert die Verbindungstaste nicht für Geräte, die eine Verbindung zum WLAN aufnehmen wollen, sondern nur zwischen Router und Repeater. Daher müssen die Zugangsdaten beispielsweise am Smartphone oder Tablet per Hand eingegeben werden.

Über ein Browsermenü oder die App Tether von TP-Link lassen sich auch erweiterte Konfigurationen vornehmen und Daten von verbundenen Geräten anzeigen. Für die Nutzung der App ist ein Nutzerkonto bei TP-Link erforderlich, welches auch den Cloud-Zugang zum Repeater freischaltet. Da diese Funktion aber eher nicht benötigt wird und der RE300 auch so funktioniert, bleibt das Konto optional.

AVM FRITZ!Repeater 3000: Drei Frequenzbereiche

Mit gleich drei Frequenzbereichen kann der AVM FRITZ!Repeater 3000 eine ständige Verbindung zum WLAN-Router aufrechterhalten. Im Gegensatz zu Repeatern mit nur zwei Bereichen, bei denen ständig die Verbindung zwischen Router, WLAN-Repeater und verbundenen Geräten gewechselt wird, bleibt hier ein Kanal immer fest zum Router geöffnet. Dadurch erhöhen sich die möglichen Geschwindigkeiten deutlich.

Die Einrichtung wird auch hier wieder schnell und unkompliziert über die WPS-Taste durchgeführt. Alle Einstellungen des WLANs werden damit übernommen, und es ist keine weitere Konfiguration nötig. Sollen dennoch manuelle Anpassungen vorgenommen werden, empfiehlt sich der Weg über das übersichtliche Browsermenü oder die Fritz!App WLAN. Sollen nicht nur ein stabiles Netz, sondern auch hohe Geschwindigkeiten in schlecht versorgten Bereichen sichergestellt werden, ist der AVM FRITZ!Repeater 3000 eine gute Wahl.

Mit Netzwerkanschlüssen: Netgear Nighthawk EX8000

Die Abmessungen des Netgear Nighthawk EX8000 fallen etwas wuchtiger aus als bei den vorgenannten Modellen. Im Gegensatz zu Geräten, die direkt in die Steckdose gesteckt werden, ähnelt der EX8000 eher einem WLAN-Router inklusive externem Netzteil. Dafür bringt er aber auch gleich vier Gigabit-LAN-Ports und einen USB-A-Anschluss mit 2.0-Standard zum Beispiel für den Anschluss einer externen Festplatte mit.

Auch hier erfolgt die Einrichtung ganz einfach über eine WPS-Taste, womit die Netzwerkdaten des WLANs einfach vom bestehenden Router übernommen werden. Ein umfangreiches Browsermenü ermöglicht aber die manuelle Anpassung des Geräts, um zum Beispiel Gastnetzwerke oder verbundene Geräte zu organisieren.

Über große Entfernungen zum Router verwaltet die Software des WLAN-Repeaters von Netgear sehr zuverlässig die Verbindungen. Aber auch die Hardware ist mit ihren drei Frequenzbereichen hierauf ausgelegt. Während zwei Bereiche für die Kommunikation mit Geräten im WLAN zuständig sind, hält der dritte einen direkten Kanal zum WLAN-Router frei. So steht immer eine hohe Bandbreite zur Verfügung. Durch den etwas höheren Preis lohnt sich der Kauf aber nur, wenn die umfangreichen Netzwerkfunktionen im Alltag auch eingesetzt werden.

AVM FRITZ!Repeater 6000: Zukunftssicher mit WiFi 6

Optisch sieht der FRITZ!Repeater 6000 seinem Vorgängermodell, dem FRITZ!Repeater 3000, zum Verwechseln ähnlich. Auch die Einrichtung per einfachem Tastendruck und das übersichtliche Browsermenü sowie die Fritz!App WLAN haben die beiden Geräte gemein. Was den FRITZ!Repeater 6000 nicht nur besser, sondern auch teurer macht, ist die Unterstützung für den aktuellen WiFi-6-Standard.

Mit diesem lassen sich nicht nur mehr Geräte gleichzeitig im WLAN betreiben, auch die Übertragungsgeschwindigkeiten fallen höher aus. Neben dem WiFi-6-Standard ist der WLAN-Repeater auch mit einem LAN-Port ausgestattet, der Datenübertragungsraten von bis zu 2,5 Gbps ermöglicht. Hinzu kommen, wie beim FRITZ!Repeater 3000, gleich drei Frequenzbänder im 2,4- und 5-GHz-Bereich, wodurch die hohen Geschwindigkeiten auch ohne Verluste an den Router übertragen werden können. 

Am meisten profitieren von WiFi 6 Geräte, die diesen Standard ebenfalls unterstützen. Aber auch ältere Smartphones, Tablets oder PCs haben durch die bessere Aufteilung der verfügbaren Bandbreite einen Nutzen von der höheren Geschwindigkeit.

Häufige Fragen zu WLAN-Repeatern

Bei der Suche nach einem WLAN-Repeater kommen häufig Fragen auf, die nicht immer leicht zu beantworten sind. Die häufigsten davon sind hier zusammengetragen und bieten einen guten Einstieg in die Welt der WLAN-Repeater.

Was sind Störquellen im WLAN?

Nicht immer muss es ein Repeater sein, der die WLAN-Reichweite verbessert. Manchmal genügt schon ein Blick auf die Umgebung, um Störquellen zu erkennen. Ein großes Aquarium als Raumteiler behindert WLAN-Signale zum Beispiel sehr stark, und auch Küchengeräte, wie eine Mikrowelle, sind als Störquellen bekannt. Gegen Armierungseisen in den Wänden lässt sich allerdings nicht viel ausrichten, und auch ein ungünstig gelegener Aufzug im Treppenhaus kann zu Problemen führen.

Was muss ein WLAN-Repeater können?

Hier lohnt sich ein Blick auf die heimischen Geräte. Sollen im schlecht versorgten Bereich nur das Smartphone oder der Laptop ins Internet kommen, reicht ein günstiger WLAN-Repeater ohne Extras vollkommen aus. Soll aber ein PC, der eventuell auch noch für Onlinespiele verwendet wird, mit einer stabilen Verbindung ins WLAN gebracht werden, lohnen sich auch teurere Modelle mit LAN-Anschluss und drei Frequenzbändern. Dasselbe gilt für Smart TVs, die zum Beispiel 4K-Inhalte über das WLAN streamen sollen.

Welche Rolle spielt der Hersteller?

Generell gilt: Jeder WLAN-Repeater funktioniert mit jedem Router. Wird das WLAN aber beispielsweise von einer FRITZ!Box aufgespannt, kann die Einrichtung eines Repeaters, der ebenfalls von AVM hergestellt wurde, deutlich unkomplizierter ausfallen. Dasselbe gilt natürlich auch für Geräte anderer Hersteller, wie TP-Link, Netgear oder D-Link. Häufig bieten zueinander passende Geräte eines Herstellers zusätzliche Funktionen, wie beispielsweise den Betrieb in einem Mesh-Netzwerk. Hierbei ist dann nicht mehr nur der Router die zentrale Anlaufstelle, sondern es können mehrere Repeater untereinander kommunizieren.

Welcher Preis ist für einen WLAN-Repeater gerechtfertigt?

Das ist maßgeblich vom geplanten Einsatzzweck abhängig. Für einfaches Surfen im Internet mit Smartphone, Tablet oder Notebook reichen günstige WLAN-Repeater ohne Zusatzfunktionen aus. Sollen aber Streamingdienste – eventuell sogar von mehreren Nutzern gleichzeitig – genutzt werden, lohnt sich die Investition in ein teureres Modell.

Ist noch ein Gerät vorhanden, welches nur per LAN-Kabel ins Netzwerk kommt, muss der Repeater auch dafür einen passenden Anschluss haben. Hinzu kommt der aktuelle WiFi-6-Standard, den der Router gerade beim Einsatz aktueller Endgeräte ebenfalls unterstützen sollte.

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