Der Gaming-Maus Vergleich

Zunächst müssen sich Gamer entscheiden, ob es eine Maus mit Kabel- oder Wireless-Anbindung sein soll. In der Vergangenheit wurde aufgrund der benötigten Präzision und dem Reaktionsverhalten oftmals zu einer Maus mit Kabel gegriffen. Dies ist jedoch heutzutage nicht mehr zwingend notwendig. Zahlreiche Wireless-Gaming-Mäuse verfügen über geringe Latenzen und werden aus diesem Grund auch von Pro-Gamern in prestigeträchtigen Wettbewerben genutzt. Sollte dem Akku unerwarteterweise mal die Power ausgehen, kann die Gaming-Maus mit einem USB-Kabel weiterhin genutzt und gleichzeitig geladen werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte zu einer kabelgebundenen Variante greifen. Dann spielt die Akkulaufzeit keine Rolle.           

 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der verbaute Sensor. Hier ist die Auflösung maßgebend. Mittlerweile erreichen Computermäuse Werte von bis zu 26.000 DPI. Diese lassen sich in der Praxis allerdings nicht sinnvoll nutzen. Viel wichtiger als die Auflösung des Sensors ist, dass die Mausbewegungen nicht verfälscht und eins zu eins übernommen werden. Dies zeigt sich bei der Verzögerung – auch Latenz genannt – des Eingabegerätes, die im Idealfall so gering wie möglich ausfällt beziehungsweise nicht wahrgenommen wird. Somit sollte der angegebene DPI-Wert bei der Auswahl des richtigen Eingabegerätes nur eine untergeordnete Rolle spielen. Wer noch tiefer in die Materie einsteigen will, kann zum Vergleich noch Abtastfrequenz und maximale Beschleunigung mit einbeziehen. Das ergibt dann eher bei den absoluten Highend-Geräten Sinn. 

Eine Frage der Ergonomie

Neben den genannten Kriterien ist das Gewicht der Gaming-Maus nicht außer Acht zu lassen. Je nach Konfiguration des Sensors wird für eine Ingame-Drehung des eigenen Charakters ein längerer beziehungsweise kürzerer Weg benötigt. Eine vergleichsweise schwere Maus eignet sich für kurze Bewegungen, da die Spieler so eine bessere Kontrolle haben. Wer hingegen lange Strecken überwinden muss, ist mit einer leichten Maus besser bedient. Auf die Spitze lässt sich das Ganze mit Mäusen treiben, die über einstellbare Gewichte verfügen. Generell kann man festhalten, dass kabellose Mäuse meist aufgrund des Akkus schwerer sind als kabelgebundene Modelle.

 

Zusätzlich ist die Größe der eigenen Hand entscheidend. Auch wenn die meisten Mäuse für den Durchschnittsmenschen geeignet sind, ist die Auswahl für Gamer mit besonders großen oder kleinen Händen eingeschränkter. Wer die Maus speziell nach der Grip-Technik aussuchen will, findet gesonderte Modelle für z. B. Palm-, Claw- und Fingertip Grip. Das sind dann aber eher Nischenmodelle für den Gaming-Enthusiasten.

 

Abschließend gilt es noch die spezifischen Anforderungen abzuwägen. Für Spieler, die hauptsächlich in Massive-Multiplayer-Online-Games unterwegs sind, existieren Modelle, die über ganze Tastenfelder verfügen, die sich mit dem Daumen bedienen lassen. Die Zusatztasten werden sicherlich nicht in jedem Spiel benötigt, jedoch disqualifizieren diese Tasten die Maus nicht für einen Einsatz in anderen Genres. Gamer sollten somit im Vorfeld die eigenen Spielgewohnheiten genauestens analysieren. Für einen ausschließlichen Einsatz in Ego-Shootern ist solch ein Modell sicherlich zu viel des Guten. Sonderformate wie Trackball- oder Vertikal-Mäuse sind im Gaming-Bereich eher weniger verbreitet, da sie sich in der Regel lediglich für ein bestimmtes Genre eignen und ihre Vorteile nicht überall ausspielen können. 

Lightshow in der Hand

Beim Thema RGB-Beleuchtung scheiden sich die Geister. Für manche Gamer ist die richtige Beleuchtung ein äußerst wichtiger Faktor, andere wiederum mögen dies überhaupt nicht. Letztendlich ist jedem selbst überlassen, ob er eine blinkende Maus in der Hand halten will oder lieber gänzlich auf die bunten Lichter verzichtet. Alternativ lässt sich eine RGB-Beleuchtung natürlich auch komplett deaktivieren. Somit müssen verbaute LEDs nicht zwingend ein Ausschlusskriterium bei der Wahl der richtigen Gaming-Maus sein.           

 

Neben den technischen Eigenschaften ist bei der richtigen Mauswahl der Preis ausschlaggebend. Wie auch in anderen Bereichen des echten Lebens ist das verfügbare Budget ein wichtiger Faktor. Ob Highend-Gaming-Maus oder doch lieber eine Low-Budget-Maus: Letztendlich sind die persönlichen Verhältnisse entscheidend.

Günstiger Einsteiger: Razer Deathadder Essential Gaming-Maus

Im Budget-Segment lässt sich bereits mit der Razer Deathadder Essential für rund 21 Euro ein guter Allrounder finden. Ganz nach dem Motto “gut aber günstig” bietet die Razer-Maus fünf Tasten und einen optischen Sensor mit 6.400 DPI. Mit einem Gewicht von 96 g gehört die Deathadder Essential zu den eher leichten Vertretern ihrer Art. Zudem ist die Gaming-Maus aus dem Hause Razer robust und verfügt über langlebige mechanische Schalter, die laut Herstellerangaben bis zu 10 Millionen Klicks meistern. Somit ist die Deathadder Essential die ideale Wahl für alle Gamer, die trotz eines kleinen Budgets nicht auf Qualität verzichten wollen. 

  • Sensor mit echten 6.400 DPI
  • 5 Hyperresponse Tasten
  • Gute Einsteiger Maus

Das Leichtgewicht: Glorious PC Gaming Race Model O

Mit 58 g ist die Glorious PC Gaming Race Model O ein wahres Leichtgewicht. Was auf der Waage fehlt, spiegelt sich jedoch im Vergleich zur Deathadder beim Preis wieder. Die Maus mit Honeycomb-Shell-Gehäuse schlägt im Einzelhandel mit knapp 55 Euro zu Buche. Dafür erhalten Gamer einen Sensor mit 12.000 DPI und sechs programmierbare Tasten, davon zwei Daumentasten. Außerdem gibt es eine RGB-Beleuchtung mit acht Effekten und einer Lebensdauer von 20 Millionen Klicks. Alle Spieler, die eine federleichte Maus bevorzugen, finden diese hier bei Glorious.


16293 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • Optischer Sensor mit 12.000 DPI
  • 1.000 Hertz Polling-Rate und eine Millisekunde Reaktionszeit
  • Wabenstruktur für bessere Belüftung
  • Besonders leichte Maus

Willkommen im High-End: Logitech G502 Lightspeed

Für alle Freunde der kabellosen Gaming-Maus ist die Logitech G502 Lightspeed die richtige Wahl. Hier erhalten Spieler für 120 Euro aufwärts eine Lasermaus mit einer Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden sowohl für den PC als auch für den Mac. Neben 11 anpassbaren Tasten bietet der verbaute Sensor 25.600 DPI. Aufgrund der Wireless-Technologie ist die G502 Lightspeed mit 114 g etwas schwerer als die vorgenannten Eingabegeräte. Wem das noch nicht reichen sollte, kann die Maus mit bis zu 16 g an Zusatzgewichten bestücken. Die Lebensdauer der Primär-Taster ist mit 50 Millionen Klicks angegeben. Eine RGB-Beleuchtung ist auch bei der G502 Lightspeed dabei. Nutzern, die ihre Maus ganz individuell konfigurieren möchten, stehen bei diesem Logitech-Produkt alle Optionen offen. Sehr praktisch ist da beispielsweise das passende Mauspad G Powerplay, welches die Maus induktiv während der Nutzung auflädt. Alternativ bietet Logitech die Maus auch kabelgebunden an.

  • Auch ohne Kabel sehr reaktionsschnell
  • Induktives Laden mit Logitech Mauspad
  • 120 Stunden Akkulaufzeit
  • 400g schwer für mehr Kontrolle

Lässt keine Wünsche offen: Die Asus ROG Spatha X Gaming-Maus

Wer hingegen mehr als 130 Euro in sein Gaming-Equipment investiert, ist bei der Asus ROG Spatha X Gaming-Maus richtig aufgehoben. 12 programmierbare Tasten, die Option, entweder kabelgebunden oder wireless zu spielen, und ein optischer Sensor mit 19.000 DPI sind einige Highlights der Asus-Maus. Zusätzlich bietet die ROG Spatha X eine Akkulaufzeit von 67 Stunden sowie ROG-Mikroschalter mit einer Lebensdauer von 70 Millionen Klicks und eine RGB-Beleuchtung. Mit Hilfe des exklusiven Push-Fit-Schaltersockels ist es möglich, den Klickwiderstand anzupassen. Laut Herstellerangaben soll sich dies auch positiv auf die Lebensdauer der Maus auswirken. Im Lieferumfang ist zusätzlich eine magnetische Ladestation enthalten. Zeitgleich ist die teuerste Maus in unserem Vergleich mit 168 g auch die schwerste ihrer Art. 


985 Bewertungen*
(Amazon-Kundenbewertungen)
  • 12 Zusatztasten mit Anpassungsoption
  • Variante mit oder ohne Kabel
  • 19.000 DPI und 1000Hz Abtastrate
  • 67 Stunden Akkulaufzeit

Letztendlich lässt sich festhalten, dass die richtige Gaming-Maus insbesondere von den eigenen Vorlieben abhängt und die richtige Wahl keine Wissenschaft ist. Probieren geht an dieser Stelle über studieren – einfach testen und loslegen. Auch eine ergonomische Sitzhaltung kann das Nutzungserlebnis erheblich verbessern. Dazu tragen besonders richtige Gaming-Stühle bei, wie wir sie in unserem Ratgeber vorstellen.

Häufige Fragen zu Gaming-Mäusen

Gaming-Maus: Mit oder ohne Kabel?

Grundsätzlich hängt das von den persönlichen Bedürfnissen ab. Sowohl Mittelklasse- als auch High-End-Gaming-Mäuse sind mittlerweile gleichauf beim Thema Latenzen beziehungsweise der Reaktionszeit. Einen spürbaren Unterschied gibt es hier nicht. Bei günstigeren Modellen kann es sinnvoll sein, auf eine Kabelvariante zu setzen oder zumindest beide Eingabegeräte im direkten Vergleich auszuprobieren. Letztendlich ist das eigene Empfinden hier ausschlaggebend. Manch einen stört etwa das Kabel bei Shootern, kabellose Geräte müssen dagegen regelmäßig geladen werden.

Wofür steht DPI?

DPI ist die Abkürzung für Dots per Inch. Hierbei handelt es sich um einen Richtwert, der Aufschluss über die Empfindlichkeit der Maus gibt. Je höher dieser Wert ist, desto empfindlicher reagiert die Gaming-Maus auf Bewegungen. Viele Mäuse bieten mittlerweile mehrere DPI Ebenen an, zwischen denen man per Zusatztasten je nach Game oder Spielstil umschalten kann. 

Wie wichtig ist das Gewicht der Gaming-Maus?

Hier kommt es auf die eigenen Vorlieben und den Spielstil an. Wer große Strecken mit der Maus überwindet, ist mit einem leichten Eingabegerät sicherlich besser bedient. Eine schwere Gaming-Maus kann aber auch für mehr Kontrolle bei den Bewegungen der Spielfigur sorgen.

Benötige ich zwingend ein Mauspad?

Ein Mauspad ist insbesondere im Gaming-Bereich sinnvoll. Je nach Produkt sorgt die Beschichtung auf dem Pad für weniger Widerstand. Dadurch lässt sich die Maus leichter und schneller bewegen. Zudem wird so gewährleistet, dass der Sensor keine Aussetzer vermeldet. Manche Mäuse bieten dazu per Induktion ladende Mauspads an, beispielsweise Logitech

Wie wichtig sind Zusatztasten?

Dank der zusätzlichen Tasten ist es möglich, diverse Steuerungsmechaniken zu vereinfachen beziehungsweise zu beschleunigen. Allerdings ist der zusätzliche Nutzen stark vom Spiel abhängig. Shooter lassen sich auch sehr erfolgreich mit einer handelsüblichen Anzahl an Tasten spielen. Zusatztasten sind ein nettes Gimmick und können die Steuerung erleichtern. Die halbe Miete ist aber schon ein gutes Gaming-Keyboard, das bereits mit Shortcut-Tasten kommt.