Smart-Home-Ratgeber

Beim Thema Smart-Home-Beleuchtung kommt den meisten sicherlich die Produktlinie von Philips Hue in den Sinn. Hier gibt es neben einzelnen Leuchtmitteln auch diverse komplette Leuchten-Sets sowie eine Schaltzentrale, mit der sich die gesamte Beleuchtung steuern lässt. Gerade bei ungemütlichem Wetter kann es sinnvoll sein, auf diese Weise etwas Farbe in das Eigenheim zu bringen, um das Wohlbefinden zu steigern. Alternativ ist auch der Hersteller Nanoleaf mit seinen kreativen Wandbeleuchtungen eine farbenfrohe Option. Welche Produkte sich besonders lohnen, zeigen wir im Folgenden. 

 

Philips Hue als Kostensparer

Um die Energiekosten zu verringern, bietet sich ein Umstieg auf eine derartige LED-Beleuchtung an. Smart-Home-Leuchtmittel sind nichts anderes als anpassbare LEDs. Hier lässt sich also durch die LED-Technik Energie einsparen. Grundsätzlich hängt die Ersparnis von den im eigenen Haushalt eingesetzten Leuchtmitteln ab. Wurden bereits sämtliche Glühbirnen und Lampen durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt, fällt das Stromsparpotenzial geringer aus. Allerdings kann zum Beispiel die Dimmfunktion den Stromverbrauch des Leuchtmittels nochmals drastisch reduzieren, wenn man nicht die volle Leuchtkraft benötigt. 

 

Ein anderer Faktor ist das penibel konfigurierbare Timing der Lampen. Stellt man seine Beleuchtung so ein, dass beispielsweise nur nach Betreten der Wohnung oder sogar gewisser Räume das Licht eingeschaltet wird, kann hier natürlich bei Abwesenheit Strom gespart werden. Einstellbar ist das meist sowohl bei Philips Hue als auch bei Nanoleaf Produkten, beispielsweise in Verbindung mit Türsensoren, die beim Eintreten ein Signal zum Licht einschalten senden.

Smarte Beleuchtung im Außenbereich

Des Weiteren können nicht nur Leuchten für den Innenraum erworben werden. Auch im Außenbereich gibt es eine Vielzahl von Produkten. Die Philips Außenwandleuchte Resonate für 150 Euro ist dimmbar und kann mit Amazons Alexa sowie der App gesteuert werden. Die verbauten LEDs kommen auf einen Stromverbrauch von 16 Watt sowie auf eine Lichtleistung von 1.200 lm und eine Haltbarkeit von 25.000 Stunden.

Zudem bietet sich die Verwendung eines Philips Hue Bewegungssensors mit integriertem Tageslichtsensor in Kombination mit einer Außenleuchte an. Dabei gilt zu beachten, dass für die Nutzung zwei AA-Batterien erforderlich sind. Preislich liegt der Sensor bei 40 Euro. 

Außergewöhnliche Beleuchtungselemente

Etwas außergewöhnlich wird es mit der Philips Hue Treppenstufenbeleuchtung inklusive Bewegungsmelder. Das Set steht in verschiedenen Varianten zur Verfügung und kann für 11 bis 16 Stufen erworben werden. Los geht es bei knapp 130 Euro. Die LED-Streifen haben eine Länge von 50 cm und eine Leistung von 420 lm sowie eine Lebensdauer von 50.000 Stunden.

E27-LED-Lampen hat auch Philips im Angebot. Für 80 Euro lässt sich zum Beispiel die Philips Hue White & Color Ambiance E27-LED-Lampe im Doppelpack bestellen. Die dimmbaren Leuchten verfügen über bis zu 16 Millionen Farben und können mit Hilfe einer passenden App gesteuert werden. Die maximale Wattzahl des Leuchtmittels ist mit 13 Watt angegeben und ist bei einer Lichtleistung von 800 lm äquivalent zu 60W-Glühbirnen. 

Treppenbeleuchtung Philips Hue

Philips Hue Wandbeleuchtung

Das Philips Hue White & Col. Amb. Surimu Panel ist in der Größe 120 cm x 30 cm und 60 cm x 60 cm erhältlich. Einen Preisunterschied gibt es bei den beiden Panels nicht. Sowohl die kleine als auch die große Version besitzen eine UVP von 300 Euro. Mit einem Verbrauch von 60 W erreicht die Deckenleuchte eine Leistung von 3.350 lm und ist somit 100-W-Birnen ebenbürtig. Dies gilt für beide Varianten. 

Zusätzlich ist es möglich, mit diversen Produkten verschiedene Formen und Muster zu erzeugen, sodass die Beleuchtungselemente auch im ausgeschalteten Zustand ein Hingucker sind. Insbesondere der Hersteller Nanoleaf bietet hierfür LED-Panels in verschiedenen Variationen an.

Smart Home in verschiedenen Formen und Farben

Neben den unter anderem bei YouTubern und Gamern weit verbreiteten Nanoleaf Shapes Triangle lassen sich diese auch mit den Hexagon- oder Canvas-Panels kombinieren. Somit sind der Phantasie der Nutzer keinerlei Grenzen gesetzt. 

Das Nanoleaf Shapes Triangle Starter Kit mit neun smarten dreieckigen LED-Panels ist für eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 200 Euro erhältlich. Derzeit liegt das Starter-Set reduziert bei 149 Euro (Stand 12/22). 

Die Leuchtplatten des Sets haben ein Gesamtgewicht von rund 2,2 kg und können entweder geklebt oder mit einem speziellen Montageset befestigt werden. Die maximale Wattzahl des Leuchtmittels ist bei einer Lichtleistung von 900 lm mit 18 Watt angegeben (Energieklasse G). Laut Datenblatt beläuft sich die durchschnittliche Lebensdauer auf 25.000 Stunden. Die Produktabmessungen betragen 7,87 cm x 9,06 cm x 0,39 cm.

Hexagon und Lines von Nanoleaf

Wer sich hingegen für das Nanoleaf Shapes Hexagon Starter Kit entscheidet, bekommt auch hier insgesamt neun Lichtpaneele mit einer Hexagon-Form. Die Abmessungen betragen 5,9 cm x 5,9 cm x 0,4 cm. Das Nanoleaf Hexagon-Startkit ist allerdings etwas schwerer und bringt 2,8 kg auf die Waage. Der Stromverbrauch ist identisch mit dem Triangle-Kit. Dies gilt ebenfalls bei der Preisgestaltung. Auch hier liegt die UVP bei 200 Euro.

Neben den bereits genannten Sets bietet der Hersteller zusätzlich das Nanoleaf Lines Starter Kit für den gleichen Preis an. Die RGBW-Lichtleisten verbrauchen pro Leiste maximal 2 W. Wie schon zuvor sind im Lines Starter-Kit neun Lichtleisten enthalten. In der Höhe kommen die Lines auf 0,80 cm sowie in der Breite auf 27,85 cm und in der Tiefe auf 2 cm. 

Für alle genannten Sets sind zudem Erweiterungskits erhältlich. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass sich an der Stromversorgung nur eine begrenzte Anzahl von Leuchtmitteln nutzen lässt. Bei den Lines können pro 42-W-Netzteil 18 Lichtleisten mit Strom versorgt werden.

Für Nutzer, die keine zusätzlichen Montagearbeiten in Kauf nehmen und lediglich ihre Glühbirnen austauschen möchten, bietet der Hersteller ebenfalls eine entsprechende Lösung an. 50 Euro kosten drei smarte RGBW-E27-LED-Lampen mit einer Lichtleistung von 806 Lumen. Die verfügbaren 9 W entsprechen laut Nanoleaf der Leistung einer herkömmlichen 60W-Birne. Die Lebensdauer ist mit 25.000 Stunden angegeben.

Große Breite an Herstellern

Neben den bekannten Herstellern finden sich auf dem Markt diverse smarte Leuchtmittel, die wesentlich günstiger zu bekommen sind. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass es sich hierbei in der Regel zwar um ähnliche Produkte handelt, diese aber im schlimmsten Fall minderwertige LEDs verwenden. Somit ist eine lange Lebensdauer nicht unbedingt gegeben und es ist Vorsicht geboten, ob sich die Preisersparnis hier langfristig lohnt. Auch gibt es gewöhnlich besseren Softwaresupport bzw. Funktionalität bei den namhaften Herstellern.

Verantwortlich für die Produktion von Philips Hue ist der Hersteller Tuya. Besagte chinesische Firma produziert Hausautomationsprodukte mit Cloud-Steuerung per App. Für ca. 1.500 US-Dollar können die Produkte mit einem eigenen Label inklusive App versehen und vertrieben werden. Laut eigenen Angaben werden weltweit knapp 11.000 unterschiedliche Geräte angeboten (Stand 2019).

Sicherheitsaspekte im Smart Home

Gerade bei smarten Lampen müssen regelmäßig Updates der Firmware durchgeführt werden, um so das Risiko einer Sicherheitslücke zu senken. Zudem ist es sinnvoll, allen smarten Geräten im Haus ein eigenes, separates VLAN- beziehungsweise WLAN-Netz zur Verfügung zu stellen und sie so von allen anderen Devices zu trennen. Hier bietet sich unter anderem das Gäste-WLAN einer FRITZ!Box an. Das ist auch bei smarten Birnen nicht zu vernachlässigen, da diese leicht zum Weak-Link werden können. Notwendig ist dabei nur, dass den verbundenen Geräten erlaubt wird, miteinander zu kommunizieren oder alternativ das gleiche Netzwerk genutzt wird. Ansonsten ist es nicht möglich, die smarten Leuchtmittel mit Hilfe der passenden App zu steuern. Sollte man sich als Nutzer für einen externen Anbieterserver entscheiden, kommen noch Datenschutzfragen hinzu.

Im Idealfall wird den smarten Produkten der Zugang zum Internet gänzlich verwehrt. Allerdings stehen dann je nach Anbieter diverse Funktionen nicht zur Verfügung. Gleichzeitig beeinträchtigt das die Zugänglichkeit der Updates, da für diese nun manuell Internetzugriff eingerichtet werden muss. In der Praxis ist das meistens mühsam.

Weitere Fragen zum Thema Smart-Home-Beleuchtung

Wie sicher sind smarte Glühbirnen?

Ein smartes Produkt, das 100 % sicher ist, gibt es nicht und wird es auch nie geben. Das gilt auch für die simpelsten Produkte wie Glühbirnen. Wer jedoch auf namhafte Hersteller setzt, regelmäßig Updates einspielt und die Geräte vom restlichen Netzwerk trennt, hat in der Regel wenig zu befürchten. Etwas problematischer sieht es allerdings mit Heimvernetzungsdiensten wie ZigBee aus. Zwar ist das schon eine Weile her, jedoch existierte 2016 eine Sicherheitslücke im System, die dann kurz danach vom Hersteller wieder geschlossen wurde. Dokumentiert wurde das im damaligen Golem-Artikel.

Kann ich smarte Leuchtmittel auch mit Alexa, Siri oder anderen Assistenten nutzen?

Dies hängt vom Hersteller beziehungsweise Produkt ab. Aktuell unterstützen die meisten Unternehmen eine Sprachsteuerung über einen smarten Assistenten. Alternativ lässt sich das Leuchtmittel mit einer intelligenten Steckdose kombinieren, die wiederum von Alexa und Co. gesteuert werden kann. Essentiell bei der Verbindung mit Assistenten ist aber immer die Verbindung mit dem selben Netzwerk, das in diesem Fall auch Internet-Zugang haben muss.